Donnerstag, 31. Januar 2019

[Rezension]La dolce Vita: Alte und neue Klassiker der römischen Küche (Eleonora Galasso)



La dolce Vita: Alte und neue Klassiker der römischen Küche (Eleonora Galasso)

Erschienen:
16. März 2017
Seitenzahl: 300
Verlag: Knesebeck Verlag
Hardcover: 29,95 €
ISBN: 9783868739879

Die Autorin und der Fotograf
Eleonora Galasso ist ein gefeierter Instagram-Star kulinarischer Köstlichkeiten. Essen versteht sie als Sprache, die entschlüsselt werden muss. Daher sieht sie sich als kulinarische Dolmetscherin gerade für die Geheimnisse der römischen Küche in all ihrer wunderbar komplexen Einfachheit. Ihre Liebe zum Essen nahm schon in jungen Jahren ihren Anfang, und später wurde das Hobby zum Beruf. Für ihr erstes Kochbuch bereiste Eleonora das Latium und sammelte Rezepte und Geschichten von den unterschiedlichsten Menschen. Sie pendelt als Journalistin zwischen Rom und Paris und leitet Kochseminare.
www.eleonoragalasso.com

Alte und neue Klassiker der römischen Küche
In „La dolce Vita“ folgen wir der Autorin durch wunderbar winzige Gässchen, großen Palazzi, die Viertel und zu den verborgenen Schätzen der Ewigen Stadt. Neben Rezepten, die in ihrer Familie von Generation zu Generation weitergegeben werden, und anderen, die sie auf ihrer Reise durch das Latium gesammelt hat, porträtiert sie in zahlreichen humorvollen Anekdoten Rom und seine Bewohner. Dabei reichen die Mahlzeiten und Leckereien für Frühaufsteher über Mittagessen mit der Familie und romantische Abendessen bis hin zu Mitternachtsschlemmereien. (www.eleonoragalasso.com) Da man in Italien vor allem auf das lockere aber auch gemeinsame Essen zu Hause großen Wert legt, ist die Menge besonders wichtig, da vor allem mit der Familie gegessen wird. Die italienische Küche ist deswegen auch auf der ganzen Welt wohl so beliebt, weil bei ihr das Zusammensein ganz von selbst die wichtigste Zutat ist.

Fazit

Da ich selbst ein halbes Jahr in Rom gelebt habe, war es mir ein innerliches Bedürfnis mir ein paar Rezepte, die ich aus meiner Zeit in der ewigen Stadt kenne und mir auch ein paar neue anzuschauen. Ins Auge gestochen ist mir dieses Buch zunächst durch seine wunderbaren Bilder. Bereits auf dem Einband und auch den ersten Seiten warten tolle Fotografien von italienischen Produkten.
Das Inhaltsverzeichnis folgt einem alltäglichen Tagesablauf von Frühstücksritualen, über kleine „Zwischendurch-Mahlzeiten“, über Mittagsgerichte sowohl für unterwegs als auch für die Familie, bis hin zum Aperitivo vor dem Abendessen, bei welchen wir letztlich landen. Anschließend gibt es noch Rezepte zum Feiern, nachmittäglicher Kuchen, Dinge für die Vorratskammer und auch verbotene Mitternachtsschlemmereien.

Auf den ersten Seiten gibt es eine kleine Übersicht, über die wichtigsten Grundzutaten, die in keiner Vorratskammer fehlen sollten. Von Kochwein über Eier, Kräuter, Nudeln, Reis, Brühe, Sardellen bis hin zu Ricotta, Tomatensoße, Butter und Artischocken sollte für die römische Küche alles vorhanden sein. Um einige Rezepte auszuprobieren, musste ich mir natürlich das ein oder andere zulegen, aber das war kein Problem. 

Besonders gut gefallen haben mir zum Frühstück die Blätterteigfächer gefallen. Super lecker erinnern sie entfernt an Zimtrollen, ohne Zimt und sind wahnsinnig einfach herzustellen. Ein zweites Frühstücksgericht, welches wir allerdings auch in Deutschland kennen, ist das Knuspermüsli aus verschiedenen Kernen, getrockneten Aprikosen und Ahornsirup und Honig. Ein toller Kickstart in den Tag, allerdings war mir nicht klar, dass es ein typisch römisches Frühstück ist. Es folgen die „Zwischendurch-Mahlzeiten“, von welchen ich den Dinkelreissalat mit gegrillten Hähnchenstreifen, Zucchini und Ziegenkäse ausprobiert habe. Dieser hatte eine Menge Zutaten, wie für einen Salat auch bei uns üblich, aber er war unheimlich lecker. Da ich viel unterwegs bin, liebe ich kleine Mahlzeiten zwischendurch. Aus dem römischen Rezeptbüchlein habe ich dafür die reisgefüllten Tomaten mit Kartoffeln ausgewählt. Funktioniert fast wie gefüllte Paprika und schmeckte wahnsinnig lecker. Für unterwegs war es nicht ganz so praktisch, da es leider etwas zerfallen ist. Rezepte wie „Mozzarella Sandwich“ oder Rosettabrötchen fand ich nicht schlecht, aber nicht typisch römisch, wie ich finde. Ich bin ein totaler Spaghetti Carbonara-Fan und habe auch Eleonoras Rezept dafür ausprobiert. Im Gegensatz zum deutschen Rezept, ist das Italienische gesünder, da hier keine Sahne verwendet werden. Ich konnte leider nicht erkennen, was genau das „Römische“ daran ist, denn meiner Ansicht nach, wird dieses Rezept in Italien überall so verfolgt. Mein Lieblingsrezept ist das Osterbrot mit Pecorino, Honig und Salami. Mit Trockenhefe, Mehl, Olivenöl und Zucker wird das Osterbrot hergestellt. Dazu gibt man Knoblauchzehen, Pecorino und Sesamsaat dazu und anschließend wird das Brot mit Salami belegt und schmeckt wahnsinnig gut.

Alles in allem fand ich das Rezeptebuch sehr gut gelungen und ich habe einige Dinge aus meiner eigenen Zeit in Rom wiedererkannt. Einiges fand ich jedoch auch etwas überflüssig, da es nicht typisch römisch oder überall in Italien vorhanden ist. Trotzdem sehr gut gelungen und wird durch wunderbare Bilder noch unterstützt.

  


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