Mittwoch, 6. Juni 2018

[Rezension] "Das Zeiträtsel" von Madeleine L'Engle



Das Zeiträtsel: Reise durch die Zeit (Madeleine L‘Engle)


Erschienen: 

1.März 2018  
Seitenzahl: 208 
Verlag: you & ivi 
Hardcover: 10 € 
ISBN: 9783492704915 


Die Autorin


Madeleine L'Engle, geboren 1918 in New York, zählt zu den berühmtesten und erfolgreichsten Kinderbuchautorinnen der Welt. Ihr magischer Abenteuerroman »Das Zeiträtsel« erschien erstmals 1962 unter dem Titel »Die Zeitfalte«, wurde weltweit millionenfach verkauft und ist ein Klassiker, der bis heute Generationen von Kindern und Eltern fasziniert. Madeleine L'Engle starb 2007 in ihrer amerikanischen Heimat.



Das Zeiträtsel



Meg ist dreizehn Jahre alt und mehr als gut in Mathe, allerdings kommt sie mit den Lehrern ihrer Schule nicht besonders gut klar. Sie hat nichts als Ärger. Dieser zieht sich auch zuhause fort, denn ihr Bruder Charles verfügt über mehr als seltsame Begabungen und kann ihre Gedanken lesen. Eines Nachts bekommt die Familie, deren Vater vor langer Zeit verschwunden ist, Besuch von einer merkwürdigen alten Dame, die in die Umgebung gezogen ist. Die Nachricht, welche die alte Frau und ihre seltsamen beiden Freundinnen überbringen, lässt die Welt von Meg und Charles aus den Fugen geraten. Denn ihr Vater, der berühmte Wissenschaftler, der seit Jahren verschwunden ist, ist auf dem entfernten Planeten Camazotz gefangen und kann nicht auf die Erde zurückkommen. Doch es gibt einen Weg ihn zu befreien, und ES zu besiegen. Meg und Charles sind scheinbar die Einzigen, die diese Aufgabe übernehmen können. Das Abenteuer kann beginnen.



Fazit



Ein interessantes und neuartiges Kinderbuch, welches mich vor allem durch seine spannende Covergestaltung packen konnte. Der Roman selbst erschien bereits 1962 und ist ein echter Klassiker. Seine Autorin wurde fast 90 Jahre alt und brachte es mit „Der Zeitfalte“ zu einem wunderbar magischen Abenteuerroman, welcher noch heute gern gelesen wird. Da dieses Abenteuer nun verfilmt werden soll, kam auch ich nicht an ihm vorbei.



Der Einstieg war angenehm und ich hatte das Gefühl einen wunderbaren Kinderroman vor mir zu haben. Besonders Meg konnte ich schnell warm werden, auch wenn mir der Schreibstil der Autorin ein wenig Mühe bereitete. So kam ich nicht so gut mit Megs fünfjährigen Bruder Charles zurecht, der ein Wunderkind zu sein scheint, welches über jede Menge Begabungen verfügt. Die Fantasie der Autorin geht recht weit, denn Charles kann nicht nur Gedanken lesen, sondern auch Menschen richtig einschätzen und verhält sich auch (wir rufen uns ins Gedächtnis, dass der Junge 5 ist !!!) sonst wie ein Erwachsener, ist altklug und weiß alles besser. Er ging mir leider schon nach wenigen Seiten auf die Nerven. Meg fand ich da schon spannender, allerdings blieb auch ihr Charakter an der Oberfläche, sodass ich zu keinem der beiden eine wirkliche Bindung eingehen konnte. Als dann die anderen fantastischen Figuren auftauchten, war ich schon mehr als verwirrt. Die drei alten Damen verkörpern Fantasiewesen, die wissen, wo sich der Vater der Kinder befindet. Die beiden Geschwister erfahren, dass sie ihren Vater retten können, soweit so gut, sie begeben sich zusammen mit einem Freund der beiden, Calvin, auf die Reise.



Der Schreibstil tat sein Übriges, dass ich die beiden Charaktere weder verstehen konnte und letztlich auch nicht mehr wollte. Der Trailer des Filmes gefiel mir letztlich um einiges mehr, als es dieses Buch konnte. Ich hatte das Gefühl von einer Szene zur nächsten gezogen zu werden und konnte nicht wirklich in die Geschichte eintauchen. Auch die schwarz-weiß Malerei, welche die Geschichte aufweist, finde ich nicht wirklich passend. Eingeschoben sind religiöse Zusammenhänge und Mythosbezüge, die für mich absolut keinen Sinn ergeben und letztlich die Geschichte noch viel oberflächlicher machen. Man hat das Gefühl, es wurde versucht viel einzuflechten, um die Fantasie des Lesers anzuregen, aber letztlich fühlt es sich überfrachtet und unansprechend an.


Diesem hochgefeierten Abenteuer, welche die Autorin für die Kinder geschrieben hat, liegt eine wunderbare Idee zugrunde. Allerdings wurde diese für meinen Geschmack nicht wirklich gut umgesetzt. 



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jeden Kommentar :)