Montag, 19. März 2018

[Rezension] "Gefangen zwischen den Welten" - nicht schlecht




Gefangen zwischen den Welten (Sara Oliver) 
Erschienen: 
September 2016 
Seitenzahl: 413 
Hardcover: 16,99 € 

Die Autorin

Zur Welten-Trilogie wurde die Autorin Sara Oliver durch ihre eigene Geschichte inspiriert. Sie hat eine echte Doppelgängerin, ihre Zwillingsschwester. Mit der ist sie in einem kleinen Dorf in Süddeutschland aufgewachsen. Auch heute werden ihre Schwester und sie häufig miteinander verwechselt. Sara Oliver wohnt mit ihrem Mann in Düsseldorf.

Gefangen zwischen den Welten

Ve und Nicky sind Zwillingsgewschwister. Sie gleichen sich fast bis aufs Haar. Das ist bei Nicky ein bisschen länger, als bei Ve. Doch die beiden sind keine wirklichen Zwillinge, denn zwischen ihnen liegen Welten. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ein mysteriöses Portal teleportiert das Mädchen in eine Parallelwelt, in der ihre Familie ein klein wenig anders ist. Um in ihre eigene Welt zurück zu kommen, muss Ve sich mit ihrem Zwilling verbünden und ihre Ängste überwinden. Doch dann lernt sie ihre große Liebe Finn kennen und alles ändert sich …

Fazit

Ein interessanter, spannungsgeladener Fantasystreifen, der mir von Beginn an recht gut gefallen hat. Die Protagonistin war mir sehr sympathisch, auch wenn ich ihre Mutter weniger verstehen konnte. Sie setzt ihre Tochter einfach in den Flieger zu ihrem Vater nach Deutschland, ohne sich noch einmal mit ihm abgesprochen zu haben bzw. ohne eine sichere Rückmeldung? Als dieser dann nicht am Flughafen erscheint, auch kein Problem, fährt Ve eben mit dem Bus. Als er dann auch nicht zu Hause ist, auch kein Thema, dann bleibt das Mädchen eben ein paar Tage allein dort. All diese Entwicklungen zu Beginn des Romans fand ich weniger passend und irgendwie untypisch für eine sich sorgende Mutter.

Der Schreib- und Erzählstil des Buches war locker, leicht und trotzdem spannend. Die Atmosphäre ist von Anfang an ein wenig verwirrend. Weder die Hauptprotagonistin Ve, noch der Leser weiß, was gespielt wird und was genau das Problem ist. Fest scheint nur zu stehen, dass Ves Vater verschwunden ist und sie keine Ahnung hat, wohin es ihn verschlagen hat. Dann taucht auch noch eine mysteriöse Arbeitskollegin auf, die sich als ziemlich zwielichtige Person entpuppt. Ich konnte sie im gesamten Roman nicht einschätzen und hatte einige Fragen, die sich mir nicht klären konnten.

Ein wenig verwunderte es mich am Ende, dass es sich um den Auftakt einer Trilogie handelt. Das erklärt einiges, beispielsweise weshalb einige Fragen am Ende offen bleiben. Das macht auf jeden Fall Lust auf den zweiten Band. Leider verließ die Geschichte in der Mitte des Buches die Spannung. Der spannungsgeladene Anfang konnte sich leider nicht durch das gesamte Buch ziehen. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag, es schien einfach nichts Neues mehr zu geschehen. Die Handlung plätscherte so vor sich hin und ich konnte mich nicht mehr so recht einfinden. Das enttäuschte mich ein wenig, da mir der Anfang wirklich gut gefallen hat und es mir auch jede Menge Potenzial aufwies. Ich bin gespannt, wie es mit Ve und all den anderen Protagonisten weitergeht.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jeden Kommentar :)