Freitag, 8. September 2017

[Rezension]"Nächster Halt: Thailand" - ich hatte mir mehr aus der "Lonely Hearts Travel Club"-Reihe versprochen..



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Lonely Hearts Travel Club: Nächster Halt: Thailand (Katy Colins)
Erschienen
8. Mai 2017
Seitenzahl: 400
Verlag: mtb Verlag
Taschenbuch: 9,99 €
ISBN: 978-3956496936

Die Autorin

Katy Colins wurde vorm Altar stehen gelassen und hat sich daraufhin entschlossen, ihr Leben zu ändern. Sie hat ihr Haus verkauft, ihren Job gekündigt und ist um die Welt gereist. Von ihren Erlebnissen erzählt sie auf ihrem Blog notwedordead.com, der eine sehr große Leserschaft gefunden hat. Georgia Green ist ihr Alter Ego. @amazon

Lonely Hearts Travel Club: Nächster Halt: Thailand

Georgia Green wird von ihrem Verlobten sitzen gelassen und entschließt sich, ihr Leben kurzerhand umzukrempeln. Nachdem ihre Hochzeit nun geplatzt ist, verkauft Georgia ihr Haus, kündigt ihren Job und setzt sich den Rucksack auf den Rücken. Ihr nächster Halt soll Thailand sein, Rucksacktourismus, Backpacking, das klingt nach Abenteuer, Fernweh und Reiselust. So weit so gut. Die ersten Tage in Thailand erweisen sich jedoch als völlig anders, als Georgia es sich vorgestellt hat… Es gibt Mehrbettzimmer, nervige Mitreisende, Ungeziefer und schlechtes Essen. Vor allem aber lernt Georgia schnell auf wievielen Wegen das Glück erreichbar ist.

Fazit

Ich habe von diesem Buch zunächst genau das erwartet, was es verspricht: Reiselust, Fernweh, tolle thailändische Strände und viel viel Abenteuer. Zunächst mal geht es um Georgia, die von ihrem Verlobten verlassen wird. Das sind Informationen, die ich gern erst aus dem Buch selbst erfahren hätte. Dabei fand ich den Klappentext leider zuviel. Nichts destotrotz geht es rasant weiter und der Leser ist mitten im Geschehen. 

Der Schreibstil ist locker, leicht und lässt sich schnell herunterlesen. Allerdings fand ich die „Unterhaltsamkeit“ und der „Witz“ hielt sich in Grenzen. Einige Witze fand ich sehr klischeebehaftet und stereotypisch. Das hat für mich wenig mit Individualität und guten Büchern zu tun. Trotzdem gefiel mit die Lokalität des Buches sehr gut und weckte in mir einiges an Fernweh. Allerdings fand ich es sehr schade, wie sehr die Autorin auf den „schlechten Seiten“ des Landes herumreitet. Erst als Georgia endlich ihre Reisegruppe verlässt, wird es spannend. Mir ist es sowieso unverständlich, wieso man sich als Backpacker einer Reisegruppe anschließt… 

Gerade das Reisen allein und ohne Gruppe ist das Reisen, welches letztlich frei macht und das was Georgia will. Als sie beginnt allein zu reisen, geschieht genau das, worauf der Leser das ganze Buch über hofft. Die Idylle, in welcher sie sich wiederfindet, fand ich jedoch auch etwas weit hergeholt, zumal der Leser ziemlich schnell das Ende erahnen kann, wie ich fand. 

Besonders anstrengend und klischeebehaftet fand ich Georgias Verwandtschaft, die ihr nichts zuzutrauen scheint. Auch hier wurde wieder tief in der Klischeetruhe gegraben, was mir leider nicht zusagen konnte. Alles in allem finden sich in dem Buch tolle Ansätze, für die es sich zu lesen lohnt, allerdings gibt es ansprechendere Unterhaltungslektüre. Trotzdem würde ich mir gern die anderen „Lonely Hearts Travel Club“-Bücher anschauen.


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