Montag, 11. September 2017

[Rezension]"Landliebe" - nicht schlecht, aber naja



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Landliebe (Jana Lukas) 
Erschienen: 
9. Mai 2017 
Seitenzahl: 320 
Softcover: 9,99 €  
ISBN: 978-3453421950

Die Autorin

Was tun, wenn man zwei Traumberufe hat? Jana Lukas entschied sich nach dem Abitur, zunächst den bodenständigeren ihrer beiden Träume zu verwirklichen und Polizistin zu werden. Nach über zehn Jahren bei der Kriminalpolizei wagte sie sich an ihren ersten romantischen Thriller und erzählt seitdem von großen Gefühlen und temperamentvollen Charakteren. Denn ihr Motto lautet: Es gibt nicht viele Garantien im Leben … aber in ihren Romanen ist zumindest ein Happy End garantiert. Immer! (amazon)

Landliebe

Ellie hat Geldprobleme. Doch nun bietet sich der Jungen Frau eine neue Chance, um sich dem Schuldenberg, vor welchem sie steht, zu entziehen. Sie soll an der TV-Show „Landliebe“ teilnehmen. Das bedeutet, sie muss vier Wochen aus ihrem Leben heraus und ein bayrisches Großstadtmadl spielen, inklusive Dirndl und eintausend Kameras. Ihr Gegenspieler Tom wohnt in einem Weingut an der Mosel, welches auch als Drehort dient. Doch der eigenwillige Winzer sieht in Ellie definitiv nicht mehr als das Großstadtdummchen, welches sie auch spielen soll und entpuppt sich als hinterwäldlerischer Sturkopf. Er ist wenig erfreut über Ellies Anwesenheit und ist von ihr mehr als genervt. Doch als Landliebe-Partner müssen die beiden miteinander auskommen. Doch Ellie hat nicht mit Toms Augen gerechnet, die ihm, ebenso wie sein Lächeln, mehr als nur Kribbeln durch den Körper jagen.

Fazit

Der „Bauer sucht Frau“-Verschnitt der Literatur. Daran musste ich denken, als ich das Cover zum ersten Mal sah und mir anschließend den Klappentext durchlas. Und genau das ist es auch. Zwei Menschen, die sich nicht kennen, sich durch eine TV-Show, welche komplett durchgeskriptet ist, jedoch kennen lernen und absolut nicht miteinander auskommen. So geht es Ellie und Tom, unseren beiden Hauptprotagonisten. Ellie ist eigentlich sympathisch, muss aber, vom TV-Sender fingiert, eine naive, dümmliche wie übertrieben geschminkte Großstadttussi spielen, während Tom ein wirklich starrköpfiger Winzer ist. Mit nichts kann Ellie es ihm recht machen. Natürlich hat auch er seine Geschichte. Ein wirklich spannender Anfang, wie ich finde.

Der Schreib- und Erzählstil ist weder anspruchsvoll noch schwierig. Man steigt sofort in die Geschichte ein und kann mit den beiden Hauptprotagonisten mitfühlen. Besonders Ellie konnte ich sehr gut verstehen. Sie hat es auf dem Winzerhof bei Tom wahrlich nicht leicht. Aber Tom ist eben auch nicht darauf aus, die große Liebe zu finden. Schade finde ich, dass dieses Buch wieder einmal zeigt, wie stark der Zuschauer einer solchen Show an der Nase herumgeführt wird. Nichts davon ist in irgendeiner Art und Weise wahr. 

Negativ zu bemerken ist für mein Empfinden, dass viele Dinge im Buch vorhersehbar waren. Das betrifft zum einen den Verlauf der Geschichte, zum anderen auch ein wenig die Entwicklung der Charaktere. Allerdings ist das in solch leichter Urlaubs- und Unterhaltungslektüre häufig so.

Im Großen und Ganzen hat mich das Buch gut bis sehr gut unterhalten, allerdings bleibt mir auch hier die Geschichte nicht lang im Gedächtnis haften. 



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