Donnerstag, 13. Oktober 2016

[Rezension] "Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer" - brandaktuelles Thema



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Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer (Mario Fesler) 
Erschienen: 
Juli 2016 
Seitenzahl: 240 
Hardcover: 14,95 € 
ISBN: 3734850258

Der Autor

Mario Fesler, geboren 1978 in Mannheim, studierte Theaterwissenschaften und Neuere Deutsche Literatur in Erlangen und Berlin. Seit dem Studienabschluss arbeitet er als Teamleiter im Kundenservice eines Spielwarenhändlers. Daneben konzipiert und moderiert er seit 2004 gemeinsam mit einem Freund Quizveranstaltungen in Berliner Kneipen und Pubs. Für seinen Debütroman »Die Wahrheit über Oliver« war er 2012 für den Kinder- und Jugenbuchpreis „Der goldene Pick“ nominiert.

Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer

Lizzy Carbon ist ein typischer Nerd. Seit einiger Zeit verändert sich Lizzys Körper, ihre Klassenkameraden scheinen es ebenfalls auf sie abgesehen zu haben. Immer häufiger schauen sie abfällig auf Lizzy und ihre beste Freundin Kristine herunter und beschämen sie mit Liedern und Reimen über die beiden Mädchen. Das anstehende Schulfest macht es Lizzy nicht wirklich einfacher und ihre Laune hebt sich auch dann nicht, als sie von ihrer Schulfestgruppe zum Spülen eingeteilt wird. Doch dann muss Lizzy am eigenen Leib erfahren, was es heißt die Klappe zu weit aufzureisen, denn plötzlich muss sie sich selbst um eine Projektgruppe kümmern. Der „Klub der Verlierer“ ist geboren. Doch Lizzy hat das untrügliche Gefühl, dass es mit den anderen Schülern der Nerd-Gruppe nicht wirklich funktionieren wird.

Fazit

Ein amüsanter Jugendroman über die Schwierigkeiten der Pubertät, vor allem dann, wenn man von seinem Umfeld als Außenseiter abgestempelt wird. Lizzy ist genau in dieser Situation. Nicht einmal ihre Eltern scheinen sie ernst zu nehmen. Das macht die junge Frau häufig traurig. Zum Glück ist da noch ihre beste Freundin Kristine, der es ähnlich geht wie Lizzy. Zusammen gehen sie durch dick und dünn. Als dann jedoch das Schulfest ansteht, scheint die gute Laune der beiden Mädchen immer mehr zu schwinden. Als dann auch noch der große Knall kommt, wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.

Der Schreib- und Erzählstil des Jugendromans ist locker, leicht und ansprechend. Man kommt als Leser sehr gut ins Geschehen hinein und kann sich auch in Lizzy hinein versetzen. Zu Beginn ging mir die Protagonistin ziemlich auf die Nerven. Ich konnte nicht nachvollziehen, wie dieses Mädchen einfach den Mund nicht aufbekommt. Sie erzählt niemandem von ihren Problemen in der Schule, mit ihren Klassenkameraden und auch ihrem Bruder, der sie schikaniert, wo er nur kann. Als sie dann von ihrer Tante ein Tagebuch geschenkt bekommt, vertraut sie ihm ihre Probleme an. Im Laufe des Romans lernt man die Hauptfigur näher kennen und bekommt einen tieferen Einblick in die Abgründe, die sich teilweise vor ihr öffnen. Dadurch versteht man sie besser. Auch ihr Alter sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Alles in allem ein spannender Roman, auch wenn ich die Handlung ein wenig oberflächlich und kurz fand. Es hätte meines Erachtens gern ein wenig tiefer und umfassender geschrieben werden können. Auch das Ende gefiel mir leider so gar nicht. Das fand ich doch etwas weit hergeholt. Aber auf jeden Fall eine schöne Idee, um sich mit den Themen „Mobbing“, „Außenseiter in der Schule“ und „Pubertät“ zu beschäftigen.

Besonders gut gefallen, hat mir die Gestaltung des Buches. Es springt durch seine bunten Farben, die an Gekritzel auf einem Schulblock erinnern, ins Auge.


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