Mittwoch, 9. Dezember 2015

"Nebelsilber" - trotz des wunderschönen Covers leider so gar nicht meins



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Nebelsilber (Tanja Heitmann) 

Erschienen:  
November 2015 
Seitenzahl: 4100 
Verlag: CbtVerlag  
Hardcover: 16,99 € 
ISBN: 978-3570161210

Die Autorin

Tanja Heitmann wurde 1975 in Hannover geboren. Sie arbeitet in einer Literaturagentur und lebt mit ihrer Familie auf dem Land. Ihr Debütroman "Morgenrot" war ein sensationeller Erfolg und stand monatelang auf den Bestsellerlisten. Zuletzt bei Heyne erschienen: "Traumsplitter". Die "Schattenschwingen"-Reihe, ihre erste Jugendfantasy, wurde von Presse und Publikum ebenfalls begeistert aufgenommen.

Nebelsilber

Edie und ihr Vater haben genug von Menschen und Herzschmerz. Gemeinsam ziehen sie in ein altes Familienhaus am Rande eines Waldes im abgelegenen Örtchen Wasserruh. Viele Mythen und Legenden ranken sich um den Ort, in dem vor Jahren ein Junge verschwunden sein soll. Nun taucht Silas plötzlich wieder auf, angeblich angelockt von Edie. Doch die ist sich keiner Schuld bewusst. Sie weiß jedoch, dass sie eine besondere Gabe besitzt. Der unheimliche Nebel, der Wasserruh ständig heimsucht und auch die vielen Sagen, machen Edie nervös, denn sie versuchen Silas zurück in die Nachtschatten im Erdreich von Wasserruh zu locken. Doch Edie will dem geheimnisvollen Jungen helfen und stürzt sich mit ihm ins Abenteuer. Schnell muss sie feststellen, dass dies gefährlicher ist, als sie ahnte.

Fazit

Ein Roman über Mythen, Legenden und unheimlichen Nebel, welcher vor allem durch sein wunderschönes Cover überzeugen konnte. Edie ist zu Beginn eine angenehme Protagonistin, die mir sehr gut gefiel. Sie und ihr Vater Harris verstehen sich gut und brauchen beide eine Auszeit. Durch das schöne Cover angesprochen, welches die unheimliche, düstere, aber auch fantastische Landschaft rund um Wasserruh widerspiegelt, musste ich dieses Buch lesen. Der Einstieg gelang mir auch sehr gut, da die Geschehnisse nachvollziehbar waren. Vor allem das Örtchen fand ich sehr gut beschrieben. Auch die Protagonisten, welche zu Beginn auftauchen, wie zum Beispiel die ein wenig seltsame Nachbarin Rodriga, zu welcher Edie häufig flüchtet, sind recht spannend beschrieben.

Nach einer kurzen Einleitungsphase mit Landschafts- und Personenbeschreibungen begann das Buch für mich jedoch ein wenig absurd zu werden. Ein Junge, Silas, ist vor vielen Jahren im Alter von 7 Jahren verschwunden. Nun taucht er plötzlich wieder in Wasserruh auf, als Siebzehnjähriger. Als er Edie kennenlernt, ist er sich sicher, dass sie ihn zurück gebracht hat. Das wäre für mich noch nachvollziehbar, aber im Laufe des Romans tauchen immer wieder Ereignisse und Geschehnisse auf, die ich nicht nur unsinnig, sondern auch absolut nicht nachvollziehbar finde. Ich mag Fantasy, aber hier konnte ich einiges nicht nachvollziehen.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin war zu Beginn des Romans sehr ansprechend und ich hatte große Freude am Buch. Durch das Auftauchen immer seltsamerer Gestalten und auch Handlungsweisen von Edie und anderen Protagonisten, wie Silas und Rodriga, aber auch den Freunden von Edie, verlor ich ein wenig die Lust am Lesen. Ich wollte das Buch sogar aus der Hand legen, quälte mich dann jedoch noch durch die Geschichte. Für mich war es zunehmend kein Spaß mehr, da ich auch die Zusammenhänge nicht mehr wirklich nachvollziehen konnte.

Die Beziehung zwischen Edie und Silas gewann für mich keine Tiefe und auch Edie entwickelte sich zunehmend in eine seltsame Richtung. Mal handelt sie sehr erwachsen und intelligent, mal handelt sie spontan und völlig unüberlegt.
Zu Beginn wird Edies Mutter häufig erwähnt, bleibt jedoch im restlichen Roman außenvor. So hätte sie für mich nicht unbedingt eine Rolle gebraucht, da man über die Vergangenheit und auch Edies Freund, für den sie noch immer schwärmt, kaum etwas erfährt. Das fand ich schade.

Für mich ein Roman, der mich leider nicht überzeugen konnte, auch wenn mir das Cover gut gefallen hat. Schade um die schöne Grundidee.


Kommentare:

  1. Hey

    Schade, dass dir das Buch nicht gefallen hat. Ich hatte es auch schon in der Hand, weil ich das Cover so hübsch finde, und ich ja so gruselige Plots über Nebel und Häuser und Wälder sehr mag. Aber irgendwie ... konnte ich mich nicht aufraffen es mitzunehmen. :) Ich hätte wirklich gern genauer gewusst, was dir nicht gefallen hat, und was so abstruß war.

    Ich persönlich finde es (anhand deiner Rezi) schon mal seltsam, dass ein Kind verschwindet und dann (Jahre später) im Love-Interest fähigen Alter wieder auftaucht. Weil so wie ich das verstanden hab, war Silas länger als zehn Jahre weg, oder?

    lg
    Nadine

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    1. Hallo liebe Nadine,

      ja bei mir war es auch letztlich das Cover, was mich angesprochen hat. Der Klappentext war ok, auch ich war vom Nebel etc. angetan :) Ich habe das Absurde, was mir nicht gefallen hat, extra nicht ausführlicher geschrieben in der Rezension, weil ich niemanden spoilern wollte. Es gibt einige, denen das Buch sehr gut gefällt und ich will anderen ja nicht die Chance nehmen, es zu lesen. Also VORSICHT, es kann sein, dass ich jetzt ein kleines bisschen Spoiler:

      Mir hat nicht gefallen, dass eine Art "Böses" aufgetaucht ist (das wurde meines Erachtens auch nicht näher definiert, außer durch den Nebel), welches versucht hat Silas "zurück" zu holen. Der ist nach 10 Jahren zufällig vor dem Haus von Evie aufgetaucht, die mit ihrem Vater nach Wasserruh gekommen ist. Er wurde angeblich von ihrem Herzschlag angezogen. Ich mag eigentlich Fantasy, aber das war für mich so wenig und unausreichend beschrieben, dass ich einfach keine Verbindung aufbauen konnte. Evie war sympathisch, aber Silas ging mir schon nach wenigen Seiten auf die Nerven...

      War irgendwie einfach nicht so meine Geschichte.

      Viele liebe Grüße,
      Liesa

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