Montag, 7. Dezember 2015

"Die Vertriebenen" - der erste Teil einer Trilogie, bei mir wird es wohl beim ersten Teil bleiben...



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Die Vertriebenen: Flucht aus Camp Eden (Kevin Emerson)


Erschienen:
Oktober 2015
Seitenzahl: 432
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 3453596455

Der Autor


Kevin Emerson war Lehrer, bevor er mit dem Schreiben begann. Durch seine Schüler kam er auf die Idee, sich Bücher für Jugendliche auszudenken. Heute ist er professioneller Autor. In seiner Freizeit spielt er in einer Band - und unterrichtet, was ihm noch immer sehr viel Spaß macht. Kevin Emerson lebt in Seattle.


Flucht aus Camp Eden


Die Welt ist durch die Klimaerwärmung nahezu unbewohnbar geworden. Um den tödlichen Sonnenstrahlen zu entgehen, haben die Menschen ihre Städte unter riesige Kuppeln oder unter die Erde verlagert. Owen Parker kommt ins Feriencamp Eden. Dort erlebt er gleich am zweiten Tag einen Tauchunfall, bei dem er fast sein Leben verliert. Wie durch ein Wunder kann er zehn Minuten unter Wasser bleiben und überlebt. Er entdeckt außergewöhnliche Fähigkeiten an sich, die er mit einigen anderen Campmitgliedern teilt. Besonders Lilly, seine Tauchlehrerin hat es ihm angetan und auch sie besitzt diese Fähigkeiten. Gemeinsam versuchen sie nun dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Doch auch dunkle Kräfte sind am Werk…


Fazit


Ein zumindest laut Klappentext spannender erster Roman einer Trilogie, welcher dystopisch, als auch ein wenig mythisch angehaucht ist. Owen ist ein Protagonist, welcher mir zu Beginn des Romans eher schwächlich vorkommt. Er versucht unsichtbar zu sein, obwohl er in Lilly verknallt ist, und schafft es einfach nicht sie anzusprechen. Dies ändert sich, als er feststellt, dass er Kiemen besitzt. Lilly ist eine angenehme Protagonistin, welche alles sehr kritisch sieht. Sie möchte nicht, das andere Campmitglieder von ihren Fähigkeiten wissen. Im Großen und Ganzen fand ich jedoch die Charaktere im Schnitt sehr platt und oberflächlich dargestellt, deshalb konnte ich vermutlich auch wenig Beziehung zu ihnen aufbauen.


Der Schreibstil des Romans ist eher einfach gehalten und ich hatte keinerlei Probleme in den Roman einzusteigen. Klimaerwärmung, Kuppeln, besondere Fähigkeiten, das alles klang für mich sehr ansprechend und spannend. Leider verließ mich bereits nach wenigen Seiten die Lust am Weiterlesen. Es fehlten nicht nur Spannungselemente, sondern für mich auch Identifikationspunkte. Ich fand Owen nicht besonders sympathisch und auch Lilly konnte mich zunächst nicht für sich gewinnen. Schön beschrieben fand ich die Beziehung, die sich zwischen den beiden zu entwickeln scheint. Leider habe ich mir vom Roman jedoch mehr versprochen. Im Laufe des Romans spitzt sich Lage zu und die Campmitglieder gelangen zu einem Entschluss, den man leider schon im Titel des Romans erahnen kann. Das finde ich nicht besonders gut, da man so schon zuviel Einblick bekommt. 


Im Laufe des Romans kamen für meinen Geschmack zu viele fantastische Elemente zum Einsatz. Ich mag eigentlich Fantasyromane, aber im Zusammenhang mit Dystopien finde ich sie nicht immer passend. So auch hier. Die Harmonie des Qi-An etc. war mir einfach zu viel. Mit dem Mythos von Atlantis, auf welchen der Roman anspielt, konnte ich dann leider auch wenig anfangen, obwohl ich dieses Thema eigentlich sehr interessant finde.


Alles in allem finde ich die Idee des Romans nicht schlecht, aber für meinen Geschmack nicht wirklich gut umgesetzt. Vieles war vorhersehbar und es gab wenig neues. Man hatte das Gefühl, dass der Roman nie wirklich beginnt, sondern immer nur so dahin plätschert. Im Februar 2016 wird der zweite Teil „Die Prophezeiung von Desenna“ und im Mai 2016 der dritte Teil „Heimkehr in die verlorene Stadt“. Bei mir wird es wohl bei diesem ersten Teil bleiben.

Schade, Kevin Emersons Roman "Die Erben von Atlantis" fand ich richtig gut. 





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