Dienstag, 8. Dezember 2015

"Alisik: Herbst" - nicht nur für Comicliebhaber ein Augenschmaus



https://www.carlsen.de/softcover/alisik-band-1-herbst/31652

Alisik: Herbst (H. Rufledt / H. Vogt)

Erschienen:
Juli 2013
Seitenzahl: 112
Alter: 12 Jahre
Verlag: Carlsen Comics
Hardcover: 7,99 € 
ISBN: 9
78-3-551-77026-4
 Der Autor H. Rufledt

Hubertus Rufledt arbeitete in verschiedenen Berufen,  unter anderem als Binnenschiffer, Bühnentechniker und Filmvorführer, bevor er 1989 mit dem Schreiben begann. Er schrieb und konzipierte Szenarien für den MOSAIK Steinchen-für-Steinchen-Verlag, Disney, Gruner+Jahr und andere. Hubertus Rufledt lebt und arbeitet in Potsdam.

Herbst

Alisik wacht mitten auf dem Friedhof auf. Sie ist nicht wirklich tot, aber auch nicht mehr lebendig. Sie muss unbedingt herausfinden, was mit ihr passiert ist. Die anderen Friedhofsbewohner, eine verrückte Meute an Freaks, versuchen ihr tatkräftig zu helfen und unterstützen sie wo sie können. Doch die Erinnerungen an ihren Tod kommen erst nach und nach wieder. Das wissen auch die anderen. So versuchen sie Alisik den Aufenthalt zu versüßen. Bis der Tod entschieden hat, was mit ihr passieren soll. Doch dann taucht plötzlich Ruben auf. Er ist zwar blind, aber er kann, im Gegensatz zu den Menschen, Alisik hören. Er sieht nicht, dass sie ein Geist ist…

Fazit

Ein wunderschön illustrierter Comic, der die Geschichte von Alisik darstellt. Alisik ist ein junges Mädchen, die mitten auf einem Friedhof in einem Sarg aufwacht und nicht weiß, was passiert ist. Umgeben von einigen seltsamen Gestalten, die alle unheimlich durchsichtig aussehen, versucht Alisik zu verstehen, was passiert ist. Vor allem in Ottilie Samtkraut, die sich als Omi im Rollstuhl entpuppt, findet das Mädchen eine Zuhörerin und Freundin. Ottilie erzählt ihr ihre Geschichte, die ebenso traurig ist, wie ihre jetzige Situation.  Alisik ist eine angenehme Protagonistin, die nicht verstehen kann, was passiert ist.

Der Comic ist einem typischen Manga ähnlich. Der Stil der Figuren entspricht der japanischen Comicfassung. Mir persönlich gefällt er sehr gut. Wie der Titel „Herbst“ schon verrät, ist er eher düster und unheimlich gestaltet. Dies wird vor allem durch die dunklen Farben und auch die Atmosphäre des Friedhofs erreicht. Durch die freundlichen und eigentümlich gestalteten Freunde, die Alisik auf dem Friedhof kennenlernt, wird die Atmosphäre jedoch aufgelockert. Dies hat den Vorteil, dass der Comic auch für jüngere Leser geeignet ist. 

„Herbst“ ist der erste Teil der vierteiligen Comic Reihe von Alisik. Der Folgeband ist „Winter“, gefolgt von „Frühling“ und letztlich „Sommer“. Mir persönlich gefällt die Zeichnung von Alisik ganz gut, sie ist pupenähnlich gemalt und trägt zarte rosa Flügel auf dem Rücken. Ich bin nicht der typische Comic-Leser, könnte mich aber sicher auch für die Folgebände begeistern.


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