Donnerstag, 5. November 2015

"Takla Makan" - eine deutsch-türkische Geschichte mitten im Multikulturalismus Berlins



http://www.divan-verlag.de/buch/takla-makan-das-blaue-licht.html

Takla Makan – Das blaue Licht (Petra Nouns)
 Die Autorin
 
Petra Nouns wurde in den sechziger Jahren in Bonn am Rhein geboren. In den siebziger Jahren zog sie in die Welt und heiratete schließlich in Marokko, um dort ihre Familie zu gründen. In den folgenden Jahren pendelte sie zwischen Marokko und Deutschland und arbeitete an verschiedenen ausländischen Botschaften. Seit den neunziger Jahren schreibt sie Romane und Kurzgeschichten.

Takla Makan – Das blaue Licht

Ellas Alltag ist ein chaotisch, sie lebt in Berlin-Kreuzberg und geht in eine Gesamtschule, mit zahlreichen ethnischen Hintergründen. In ihrer Klasse ist Ella relativ beliebt und kommt auch ganz gut zurecht. Mit ihrer Freundin Sofie kann sie alles besprechen. Wenn da nicht der freche Macho Orkan wäre. In den ist Ella schon seit einiger Zeit verknallt, was sie natürlich niemals zugeben würde. Als es Sofie eines Tages vor Orkan herausrutscht, glaubt sie ihn verloren zu haben. Er macht seine Witze, mit seinen Freunden, so wie jeden Tag. Doch dann kommen sich die beiden plötzlich näher, denn Ella sieht seither ein blaues Licht. Sie sieht dadurch auch Orkan mit ganz anderen Augen. Doch diese deutsch-türkische Freundschaft stößt leider nicht überall auf Anerkennung.

Fazit

Ein spannender wie interessanter Jugendroman, der im alltäglichen Berlin-Kreuzberg spielt und neben dem täglichen Chaos der Realität auch eine gehörige Portion Magie mit sich bringt. Diese Magie ist es, welche den Roman von anderen unterscheidet. Ella und Orkan sind normale Jugendliche, welche zusammen auf eine Gesamtschule gehen. Sie kennen sich schon recht lang. Doch durch Orkans Tante Leila, welche eine Weißmagierin ist sowie Arda, der ein Schwarzmagier ist, gerät diese normale Realität ein wenig aus den Fugen. Doch dadurch beginnt Ella Orkan mit ganz anderen Augen zu sehen und zwischen ihnen entwickelt sich die zarte Pflanze einer jungen Liebe, einer deutsch-türkischen Liebe, um genau zu sein. Dies gefällt Orkans türkischen, wie Ellas deutschen Freunden überhaupt nicht.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist ansprechend, wenn auch zu Beginn ein wenig verwirrend. Durch die vielen Ereignisse der ersten Seiten konnte ich zunächst nicht besonders gut in das Buch hinein finden. Ich verstand den Zusammenhang zwischen der Magie und der Geschichte von Ella und Orkan nicht. Nach und nach ergaben sich die Parallelen und Zusammenhänge jedoch. Ich persönlich finde, dass diese Fantasieelemente nicht unbedingt nötig gewesen wären. Mir hätte es vielleicht noch besser gefallen, wenn die Unterschiede und die damit verbundenen Stereotype und Vorurteile näher beleuchtet werden würden, denen sich Ella und Orkan zu stellen haben.

Alles in allem ein interessanter und auch spannender Roman, welcher vor allem zum Ende hin noch einmal Fahrt aufnimmt. Dabei überschlagen sich die Ereignisse und man leidet als Leser förmlich mit Ella und Orkan mit.
 


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