Samstag, 31. Oktober 2015

"Coherent" - in den Fängen der Technik




Coherent (Laura Newman) 


Die Autorin


Laura Newman wurde 1983 geboren und schrieb bereits als Kind gern Geschichten. Das Schreiben beschäftige sie also schon immer, doch erst nachdem sie 10 Jahre lang als Mediengestalterin tätig war, begann sie mit dem Schreiben. 2013 veröffentlichte sie ihren ersten Roman.


Coherent


Sophie führt eigentlich ein ganz normales Leben inmitten in einer Hightechwelt voller Handys und ander elektronischer Geräte. Aber Sophie will kein Teil dieser Welt sein, denn sie hat das Gefühl, dass die Geräte mit ihr kommunizieren. Immer, wenn ein Gerät sich mit dem Internet verbindet, kann auch Sophie darauf zugreifen. Verzweifelt über ihre neuen Kräfte hat sie das Gefühl verrückt zu werden, da passt der bevorstehende Schüleraustausch mit Frankreich überhaupt nicht rein. Doch da dies der letzte Wunsch ihrer verstorbenen Mutter war, möchte Sophie ihn auch nicht einfach fallen lassen und fliegt nach Frankreich. Dort lernt sie den attraktiven Jean kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich schnell mehr und die beiden können es selbst nicht glauben. Doch dann erzählt Sophie Jean von ihrer „Gabe“.



Fazit


Ein unglaublich spannender Roman der „Nachtsonne-Trilogie“ Autorin Laura Newman. Sophie ist eine sympathische Protagonistin, welche mir von der ersten Seite an sympathisch war. Ihre „Gabe“ ist verwirrend und spannend. Man möchte unbedingt wissen, was es mit ihr auf sich hat. Als sie den attraktiven Jean kennenlernt, scheint ihr Leben in einer sehr positive Richtung zu laufen. Schnell kommen sich die beiden näher und es scheint als würde ihrer beider Welten aus den Fugen brechen, als Sophie zurück in die USA muss. Doch vielleicht kann Jean nachkommen. Auch er ist ein sehr sympathischer Protagonist, welcher zunächst wie der typische Bad Boy auftaucht. Doch auch Jean hat Gefühle und kann kaum glauben, wie er sich in Gegenwart von Sophie verändert.


Der Schreib- und Erzählstil des Romans ist sehr ansprechend. Zunächst schreckte mich die kleine Schrift auf den vielen Seiten ein wenig ab, aber der Roman war so spannend und fesselnd geschrieben, dass ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Besonders gut haben mir die teilweise auftretenden Perspektivwechsel gefallen. 


Mitten im Roman gibt es einen großen Zeitsprung. Nachdem Sophie nach Amerika zurück gekehrt und damit Frankreich und Jean den Rücken kehren musste, kommt ein großer Sprung in die Zukunft. Denn Sophie muss ihr Leben fortan alleine meistern, ihrer Tante, welche sich seit dem Tod ihrer Eltern um sie kümmert, ist schwer krank und Sophie muss alle Hebel in Bewegung setzen, um ihr zu helfen. Dabei werden erneut zwielichtige Männer auf sie aufmerksam, welche sie jagen. Dies haben sie auch schon unbeobachtet in Frankreich gemacht.


Alles in allem wirklich ein gelungener Roman über die neuen Medien und die Verkabelungen von Technik, Handys und Fernseher. Mit Sophie schafft die Autorin Laura Newman eine Zukunftsvision, wie sie auch für uns vorstellbar wäre. Natürlich sind die meisten Eigenschaften der „Gabe“ von Sophie noch immer unvorstellbar und Zukunftsmusik. Ich halte es jedoch nicht für völlig ausgeschlossen.



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