Montag, 20. April 2015

Flammenblut: Im Zeichen des Schicksals (Mina Hepsen)



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Die Autorin

Mina Hepsen ist das Pseudonym einer jungen Autorin. Geboren 1983 in Istanbul, verbrachte sie ihre ersten zehn Lebensjahre in Deutschland und ist seitdem süchtig nach Brezeln. Dann kehrte sie mit ihren Eltern zurück in die Türkei, studierte später Politikwissenschaften und Philosophie in Boston, zog nach Miami, dann nach Edinburgh, wo sie eine Reihe von Kinderbüchern schrieb und einen Abschluss in "Creative Writing" machte. Zurzeit lebt sie in Edinburgh, Schottland.

Im Zeichen des Schicksals

Celine kann mit ihren Tarotkarten in die Zukunft anderer Leute sehen. Zudem hat sie, wenn sie andere Leute berührt, Visionen von Dingen, die in der Zukunft passieren können. Als sie nach einer weiteren Vision in das Örtchen East Wendell. Dort trifft sie auf Josh, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, auf Celine aufzupassen. Nach einem Autounfall schützt diese einen Gedächtnisverlust vor und darf vorläufig bei Josh wohnen. Damit zieht sie sich jedoch den Zorn der Highschool Girls der Thornton Academy auf sich, auf welche von nun an auch sie gehen wird. In Melissa findet sie eine sehr gute neue Freundin, mit welcher sie sich gegen Sandra, begehrtestes Mädchen der Schule, Oberzicke und Freundin von Josh, behaupten kann. Als sie dann den geheimnisvollen Ian kennen lernt, gerät ihr Leben aus den Fugen. Dazu kommt, dass sie immer öfter Visionen von alltäglichen Dingen hat. Und plötzlich scheint sie selbst im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. 


Ein interessantes, wenn auch an vielen Stellen undurchsichtiges Buch. Der Leser steigt mitten im Geschehen ein, was ich von Beginn an sehr anstrengend fand. Es gab keinerlei Informationen zur Geschichte von „Celine“, ein Name, welcher dem Mädchen eigentlich nicht gehört. Zu Beginn des Buches kommt der Name „Sarah“ ins Spiel, welchen das Mädchen selbst als eine Lüge bezeichnet. Kurzum, der Leser erfährt im gesamten Roman den richtigen Namen des Mädchens nicht. Einige andere Dinge entpuppen sich ebenfalls als Lüge. So erzähl Celine Josh beispielsweise auch nicht, warum sie nach East Wendell gekommen war, aufgrund einer Vision von Josh. Ian scheint der erste Mensch zu sein, der ihre Ängste und Sorgen verstehen kann. Doch ausgerechnet er zeigt sich als schwieriger Charakter. Er ändert von Tag zu Tag sein Verhalten Celine gegenüber und verwirrt den Leser mit konfusen Aussagen. Dazu kommt die Beschäftigung Celines mit „Dschinns“, welche in diesem Roman die „Bösewichte“ darstellen. Warum ausgerechnet „Dschinns“, „Dschanns“ und „Dämonen“ wird nicht näher erläutert, was mir persönlich auch nicht so gut gefallen hat.

Die Geschichte verläuft unglaublich schnell und ständig kommen neue, unerwartete Komponenten hinzu. Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist zwar angenehm und spannend, jedoch habe ich mich in der Mitte des Romans schon gefragt, welchen Sinn dieses Buch haben soll. Letztlich geht es natürlich um die ein oder andere Liebesgeschichte und die Beziehung von Celine zu Josh und Ian. Weitere Figuren treten als Nebenprotagonisten auf, doch vor allem Celines Freundin Melissa wächst einem im Verlauf des Romans immer mehr ans Herz.

Alles in allem ein, meiner Meinung nach, ausbaufähiger Roman, welcher bereits im Januar 2014 erschien. Leider konnte ich bisher keinen zweiten Teil finden. Da nach der Beendigung des Romans noch immer mehr als tausend Fragen offen blieben, bin ich der Meinung, dass auf jeden Fall ein zweiter Teil folgen sollte. Ich würde diesen gern lesen, um heraus zu finden, wie die Autorin den Roman weiter geplant hat.



Kommentare:

  1. Hey Liesa,

    schöne Rezension:)
    Damals Anfang 2014 gab es ja zu dem Buch eine Leserunde auf lovelybooks, bei der ich aber leider nicht mitlesen konnte. Seitdem liebäugle ich mit dem Buch, wobei ich es nicht hier bei dir zum ersten Mal gelesen habe, dass so einige Fragen offen bleiben. Dass finde ich ja immer ziemlich ärgerlich...

    LG
    Anne

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    1. Hallo liebe Anne,

      danke, es freut mich sehr, dass dir die Rezi zusagt :)
      Ja das muss ich leider auch sagen. Ich war auch zu Beginn wirklich ein wenig verwirrt und es dauerte ein Stück, bis ich damit klar kam, dass der Leser einfach nicht mehr Informationen bekommt :D Das zieht sich ein wenig durch das gesamte Buch, was ich dann allerdings auch nicht mehr so schlimm fand.
      Das Buch ist spannend, aber das offene Ende geht für mich gar nicht :D
      Viele Grüße,
      Liesa

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