Montag, 29. Dezember 2014

Magisterium: Der Weg ins Labyrinth (Holly Black und Cassandra Clare)






Die Autorinnen


Cassandra Clare wurde als Kind amerikanischer Eltern in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Da ihre Familie ständig umzog, wurden Bücher ihre besten Freunde. Nach dem Studium war Cassandra Clare in New York und Los Angeles für verschiedene Magazine tätig. Sie lebt mit ihrem Freund und ihren zwei Katzen in Brooklyn, New York. 2006 machte sie das Schreiben von Fantasyromanen zu ihrer Hauptbeschäftigung.


Holly Black wurde 1971 geboren und ist eine amerikanische Schriftstellerin. Bekannt wurde sie durch ihre Fantasy-Reihe Die Spiderwick-Geheimnisse, die in Zusammenarbeit mit dem Zeichner Tony DiTerlizzi entstand.


Der Weg ins Labyrinth


Als seine Magierprüfung vor der Tür steht, kann Call nicht umhin, er wird immer aufgeregter. Sein Vater hat ihm immer wieder gesagt, dass er keinesfalls auf diese Schule gehen darf und alles dafür tun soll, durch die Prüfung zu fallen. Doch obwohl Callum sich alle Mühe gibt, wählt ihn Master Rufus als einen seiner Schüler. Auf dem Weg ins Magisterium kommen Call all die Mahnungen seines Vaters unwirklich vor. Den die unterirdische Schule für Zauberei beeindruckt ihn sehr. Zusammen mit seinen Freunden versucht Call den Magierunterricht zu bestreiten, doch immer wieder tauchen neue Schwierigkeiten auf, welche sie gemeinsam bewältigen müssen. Call hat immer öfter das Gefühl, dass er das Magisterium nicht mehr lebend verlassen wird…


Fazit


Ein zwölfjähriger Junge, welcher schon als Baby ein Elternteil verloren hat. In der Schule ist er wenig beliebt, da er, durch sein kaputtes Bein, oft zur Zielscheibe von Spott wird. Dieses Bein verdankt er dem Einsatz von Magie, als er noch ein Baby war. Eine Zauberschule, welche ihren Schülern den Umgang mit Magie beibringt. Drei Freunde, zwei Jungs und ein Mädchen, welche in der Schule zu immer besseren Freunden werden. Ein Lehrer, der eher ein Mentor ist, wurde vom Schulgremium damit beauftragt, die drei jungen Schüler auszubilden. 


Ich finde, dass all diese Kleinigkeiten extrem an Harry Potter erinnert. Natürlich ist eine Zauberschule, welche an Hogwarts erinnert, allerdings unter einem Berg liegt, aus einem riesigen Höhlenlabyrinth besteht und „Magisterium“ heißt, nicht das gleiche. Doch gerade die Kleinigkeiten, wie der Schüler, Call, der bereits eine schwere Kindheit hatte und dann an der Zauberschule zum ersten Mal Freunde hat, einen Jungen und ein Mädchen, erinnert mich doch sehr an Harry, Ron und Hermine. Dies tut dem Roman an sich keinen Abbruch, aber es führt dazu, dass man ständig Parallelen ziehen muss. Doch die Geschichte selbst ist eine andere, denn obwohl sein Vater Call immer wieder geraten hat, niemals das Magisterium zu besuchen und niemals einem Magier zu trauen, fühlt er sich dort auf Anhieb wohl. Als er dann einen Brief seines Vaters an seinen Mentor Rufus findet, ist er verwirrt. Was meint sein Vater damit, dass Call nicht weiß, wer er ist und was in ihm steckt? 


Call ist ein interessanter Protagonist, welcher mir zu Beginn nicht so gut gefallen hat. Doch im Laufe des Buches bin ich auch mit ihm warm geworden. So erging es mir auch mit seinen beiden Freunden. In seinen Vater konnte ich mich nicht so recht hineinversetzen, allerdings bekommt der Leser auch erst im Laufe des Romans das gesamte Ausmaß der Geschichte mit. Bis dahin scheint alles ein wenig diffus. Besonders gut gefallen haben mir die Ausschmückungen des Magisteriums. Es ist sehr anschaulich und ansprechend gestaltet.


Alles in allem wirklich ein schönes und spannendes Buch, welches entfernt an Harry Potter und seine Abenteuer erinnert. Trotzdem habe ich an der Geschichte Blut geleckt und freue mich nun schon auf den zweiten Teil.

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Dienstag, 23. Dezember 2014

Plötzlich Prinz: Das Schicksal der Feen (Julie Kagawa)





Heyne fliegt Verlag

Die Autorin

Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben: Langweilige Schulstunden vertrieb sie sich damit, all die Geschichten festzuhalten und zu illustrieren, die ihr im Kopf umher spukten - nicht gerade zur Freude ihrer Lehrer. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie später ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Sie lebt und schreibt mit ihrem Mann, zwei schwer erziehbaren Katzen und zwei Hunden in Louisville, Kentucky.

Das Schicksal der Feen

Ethan hofft nun endlich ein relativ normales Leben mit seiner Freundin Kenzie führen zu können. Das Mädchen, das er mehr liebt, als er jemals zugeben würde. Doch plötzlich taucht die junge Sommerfee Anwyl bei ihm zuhause auf und bittet ihn um Hilfe. Der junge Sohn der Feenkönigin Meghan, Ethans Schwester, Keirran, ist spurlos verschwunden. Nun steckt Ethan in der Klemme, denn eigentlich wollte nie mehr ins Feenreich Nimmernie. Doch die Wege der Feen scheinen den seinen immer wieder zu kreuzen. Aus Sorge um seinen Neffen, macht sich Ethan zusammen mit Kenzie auf den Weg ins Nimmernie, dort ist Keirran dabei einen großen Fehler zu begehen. Es beginnt ein Abenteuer mit unbekanntem Ausgang…

Fazit

Ein toller zweiter Teil, welcher dem ersten Band („Plötzlich Prinz: Das Erbe der Feen") der „Plötzlich Prinz“-Reihe in nichts nachsteht. Schnell kommt man wieder in die Geschichte hinein, was nicht zuletzt einer kurzen Zusammenfassung zu Beginn des Teils verschuldet ist. Dies finde ich bei Folgeromanen immer sehr gut, da es meist doch schon eine Weile her ist, dass man den vorhergehenden Teil gelesen hat. Ethan und Kenzie sind zwei wunderbare Protagonisten, welche im zweiten Teil mit einer wunderbaren Liebesgeschichte aufwarten. Die zarte Liebe, welche bereits im ersten Band begann, entwickelt sich nun zu einer starken Verbindung zwischen den beiden. Dies hat zur Folge, dass Ethan immer mehr Angst um Kenzie entwickelt, die der ganzen Aufregung nicht gewachsen zu sein scheint. Dazu kommt, dass Ethan Kenzies Eltern kennen lernt, die von ihrem neuen Schwiegersohn in Spe wenig begeistert sind.

Auch diesmal spielt Ethans Schwester Meghan eine eher untergeordnete Rolle, da sie nur zu Beginn des Romans kurz im Elternhaus von Ethan und ihr auftaucht, um Ethan nach dem Verbleib von Keirran zu fragen. Ab diesem Zeitpunkt beginnt der Ärger um den verschwundenen Prinzen.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist ähnlich wie im ersten Band angenehm und man hat als Leser immer das Gefühl mittendrin zu sein. Erneut musste ich über die blühende Fantasie der Autorin schmunzeln, welche das Nimmernie in den schönsten Farben und abenteuerlichsten Details erstrahlen lies. 

Alles in allem ein toller zweiter Teil der „Plötzlich Prinz“-Reihe, welcher mir fast noch ein wenig mehr gefallen hat, als der Auftakt dieser Reihe. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und hoffe, dass wir auf den nächsten Teil nicht so lang warten müssen.

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Mittwoch, 17. Dezember 2014

Weihnachten steht vor der Tür :)



Soooo meine Lieben, 

aus gegebenem Anlass gibt es heute diesen kleinen Weihnachtspost von mir :) 

Denn heute hatte ich meine ersten beiden Weihnachtsgeschenke im Briefkasten :) Der Blanvalet Verlag und der Goldmann Verlag haben an mich gedacht und mir diese beiden tollen Päckchen zukommen lassen.

Allerdings brachte diese nicht der Weihnachtsmann, aber er hat seinen treuen Gehilfen, unseren netten Postboten geschickt:

  sogar bunt:)

Ich war natürlich mehr als neugierig, was in den Päckchen versteckt ist und habe zuerst das Blanvalet Paket geöffnet. Es entpuppte sich als Rezensionsexemplar von "Abingdon Hall: Der letzte Sommer" von Phillip Rock, Lesezeichen vom Verlag, einigen sehr interessanten Leseproben und der aktuellen Verlagsvorschau :) Dann kam das pinkfarbene Paket...

Über dessen Inhalt war ich mehr als erstaunt, denn es enthielt einen schwarz-rosanen "Holly-Kalender" für das neue Jahr. "Holly" ist eine neue Buchserie, welche im Januar 2015 beginnt und dann monatlich (ersteinmal bis Juli 2015, also 6 Ausgaben) erscheint. Ich habe mich gleichmal informiert, dies könnt ihr ebenfalls auf: "www.holly-magazin.de" und bin recht angetan. Eigentlich ist es nicht wirklich mein Genre, aber da die Serie vom Goldmann Verlag als "must have" angepriesen wurde, konnte ich natürlich nicht nein sagen :) Auf den ersten Band "Die verschwundene Chefredakteurin" bin ich also mehr als gespannt :)


  
 


 Und um was es genau in der Serie bzw. dem ersten Band geht, verrät euch noch diese Seite:

 

Wir dürfen gespannt sein :)  Da ich noch nicht alle Geschenke besorgt habe, muss ich auch schon wieder los und mich sputen :) Viel Zeit ist es nicht mehr bis Weihnachten :) Nur der Schnee fehlt uns immer noch...





Montag, 15. Dezember 2014

Linkshänderland: Der Auftrag (Lara De Simone)





Bastei Lübbe Verlag

Die Autorin

Lara De Simone wurde 1993 in Heidelberg geboren und gewann 2012 Preise bei verschiedenen Jugendschreibwettbewerben. Die ersten Ideen zum „Linkshänderland“ hatte sie bereits mit 13 Jahren, im gleichen Alter wie ihre aktuellen Protagonisten sind. Aktuell studiert sie Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim.

Der Auftrag

Die dreizehnjährige Trix hat sich eigentlich für ein ganz normales junges Mädchen gehalten, doch als der etwas ältere Liam immer öfter bei ihr auftaucht, scheint sich ihr Leben zu ändern. Er eröffnet ihr, dass sie Linkshänderin ist und damit Zugang zum Linkshänderland hat. Eine computerbasierte Realität mit welcher die Linkshänder aus der Wirklichkeit aussteigen und dort ein zweites Leben führen könnten. Sie gehen zur Akademie und entscheiden sich anschließend für fünf Bereiche, in welchen sie arbeiten können. Vor allem die Spionageabteilung hat es Trix angetan und so dauert es nicht lang, dass sie zusammen mit Liam auf eine erste Mission aufbricht. Doch diese stellt sich als schwieriger heraus als gedacht und plötzlich schweben die beiden sogar in Lebensgefahr.

Fazit

Zunächst einmal finde ich, dass es eine schöne neue Idee ist, ein „Linkshänderland“ zu erschaffen, um in diesem dann virtuell Kriminelle zu jagen. Allerdings könnte man meinen, dass die Autorin selbst Linkshänderin ist. Im Buch wird dieses computerbasierte Land dargestellt, wie eine Institution des Rechts. Vielleicht ist auch das der Grund, weshalb Liam und Trix nur zu Beginn des Buches in ihrer realen Welt dargestellt werden, dieses Leben im Linkshänderland aber in den Hintergrund rückt. Später scheint es weder ihre Eltern, noch Lehrer in der Schule, noch ihre Freunde zu interessieren, wieso die Körper von Liam und Trix nur noch im „standby“ agieren und nur noch eine leblose Hülle sind. Denn wenn man ins Linkshänderland „geht“ steigt man förmlich aus der realen Welt aus und stiert nur noch vor sich hin. Das finde ich wenig gut durchdacht. Überhaupt finde ich, dass es dem Roman des Öfteren an Informationen fehlt. Deshalb fehlt dem Leser ab und an der Zusammenhang zwischen einzelnen Geschehnissen. 

Spannend fand ich die Geschichte des Spionageauftrags der beiden, um welchen es im Roman geht. Hier wartet der Roman mit spannungsvollen Elementen auf. Leider finde ich die Protagonisten eher oberflächlich, weshalb auch zwischen ihnen keine richtige Beziehung aufkommt. Zunächst lernen Liam und Trix sich kennen, wobei Trix zunächst UNBEMERKT ein elektronischer Chip ins Gehirn gepflanzt wird, um ins Linkshänderland zu kommen. Die Beziehung der beiden ändert sich dahingehend, dass Liam nun vor anderen beteuert, dass er alles für sie tun würde. Das finde ich interessant, denn die beiden kennen sich noch kaum. Den Protagonisten Jannik finde ich sehr sypmathisch, wobei mir leider auch hier die nötige Tiefe fehlt. Als Liam und Janni später unter Beschuss stehen geht er mir mit seiner Art und Weise ziemlich auf die Nerven. Das ist schade, zieht sich aber leider ein wenig durch das ganze Buch. 

Ich finde, dass es von der Story her auf jeden Fall ein Buch ist, welches sich weiterentwickeln könnte. Da gibt es noch einiges an Potenzial, was ausgeschöpft werden könnte. Allerdings müssten meiner Meinung nach dann auch die Charaktere angepasst werden.

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Sonntag, 14. Dezember 2014

Das Haus der verschwundenen Kinder (Claire Legrand)





Heyne fliegt 

Die Autorin

Claire Legrand war selbst Musikerin, bevor sie merkte, dass vor allem das Selbstschreiben ihr am meisten Spaß macht. Mit ihrem Debütroman trifft sie vor allem im Bereich des Kinderbuchgenre mitten ins Schwarze, denn das Buch wurde bereits mit dem Preis als bestes Jugendbuch 2012 ausgezeichnet. Die Autorin arbeitet und lebt derzeit in New Jersey.

Das Haus der verschwundenen Kinder

Victoria ist in allem die Beste, das muss sie auch sein, allein schon, um ihre Eltern zu beeindrucken. Da sie jedes Jahr Jahrgangsbeste wird, hat sie damit auch keine Schwierigkeiten, leider aber auch nicht besonders viele Freunde. Ihr einziger Freund ist Lawrence, den sie zu ihrem Projekt gemacht hat. Denn auch er hat durch seine spezielle Art und seine Liebe zur Musik und dem Klavierspiel keine Freunde. Die beiden unterschiedlichen Kinder sind durch diese Umstände zu guten Freunden geworden, weshalb es Victoria natürlich auffällt, dass sich Lawrence seit einigen Tagen seltsam benimmt. Dazu kommt, dass einige Schüler nicht mehr in der Schule erscheinen. Sie scheinen verschwunden zu sein. Die penible und ordentliche Victoria kann das nicht hinnehmen und macht sich auf Spurensuche. Alle Wege scheinen sie auf das seltsame Kinderheim von Mrs. Cavendish zu führen, welches hinter dicken, dunklen Mauern versteckt liegt. Dieses düstere Anwesen interessiert Victoria brennend. Als dann auch noch Lawrence verschwindet, geht sie aufs Ganze und begibt sich dabei selbst in große Gefahr…

Fazit

Ein schönes und fantasiereiches Kinderbuch mit einer gehörigen Portion Grusel und Horror. Victoria ist eine zu Beginn ein wenig nervige Protagonistin, da sie ständig überall die Beste sein muss und nicht einmal eine Zwei auf ihrem Zeugnis duldet. Denn mit dieser Zwei ist sie nicht mehr Jahrgangsbeste, sondern Jill und das geht keines Falls. Im Laufe des Romans ändert sich ihr Verhalten jedoch grundlegend. Sie beginnt anderen Menschen helfen zu wollen und macht es sich zur Aufgabe die verschwundenen Kinder wieder zu finden. Ihr Freund Lawrence ist eines dieser Kinder, er ist durch sein Verhalten ein wenig interessanter Protagonist, der für sein Leben gern Klavier spielt und sonst keine Freunde hat. Als er sich eines Tages seltsam verhält und anschließend urplötzlich verschwindet, hält es Victoria nicht mehr aus und beginnt ihn zu suchen. Die Figuren der Mrs. Cavendish und Mr. Alice sind ein wenig schwierig und scheinen von Beginn suspekt. Man kann auch als Leser ihren Charakter sehr schwer einschätzen, da sie düster und wenig vertrauenserweckend auftreten.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist angenehm und flüssig. Sie schreibt aus dritter Perspektive, man hat jedoch immer Victorias Leben vor Augen. Der Leser kennt ihre Gedanken und kann diese meist sehr gut nachvollziehen. Sehr schön finde ich das Cover des Romans gestaltet, zudem finden sich auch im Buch wunderschöne Illustrationen, welche ich ebenfalls ansprechend finde. 

Alles in allem ein gelungenes Kinderbuch, welches gut für Kinder ab 10 Jahren geeignet ist. Einige fantastische Elemente fand ich für ein Kinderbuch ziemlich gruselig und auch ein wenig eklig, weshalb ich 10 Jahre für ein gutes Alter erachte. Vor allem die Themen Familie, Freundschaft und Vertrauen spielen im Roman eine große Rolle, was ich für Kinder dieses Alters als äußerst wichtige Werte empfinde, die es zu vermitteln gilt.

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