Mittwoch, 5. März 2014

Die Erben von Atlantis (Kevin Emerson)




Heyne Verlag


Der Autor


Kevin Emerson war Lehrer, bevor er mit dem Schreiben begann und kam durch seine Schüler er auf die Idee, sich Bücher für Jugendliche auszudenken. Heute arbeitet er ausschließlich als professioneller Autor. In seiner Freizeit spielt er in einer Band und unterrichtet, was ihm noch immer sehr viel Spaß macht. Kevin Emerson lebt in Seattle.


Die Erben von Atlantis


Nach der Großen Flut hat sich alles verändert. Die Welt wie sie war existiert nicht mehr wirklich. Die neue Welt von Owen und den anderen Kids beschränkt sich nun auf Eden, eine Art Camp, welches sich unter einer riesigen Kuppel, abgeschlossen von der Außenwelt, befindet, um der neuen empfindlichen Sonnenstrahlung nicht ausgesetzt zu sein. Diese ist nach der Großen Flut enorm gestiegen. Owen kann es gar nicht fassen, dass er das Glück hatte für Eden ausgewählt worden zu sein. Noch dazu kommt, dass Owen bald feststellt, dass mit ihm etwas ganz und gar anders ist, als mit den anderen Jugendlichen. Denn als er bei einer Schwimmprüfung fast ertrinkt, stellt er auf einmal fest, dass er unter Wasser atmen kann. Und er ist nicht der Einzige. Es gibt auch andere Jugendliche im Camp, bei denen sich Kiemen gebildet haben. Was hat das nur zu bedeuten? Könnte dies eine neue Möglichkeit sein, den Glaskuppeln zu entrinnen und sich einen neuen Lebensraum zu schaffen?


Fazit


Ein wirklich beeindruckendes und interessantes Buch. Nicht nur, dass es eine mögliche Zukunft beschreibt, in welche die Sonnenstrahlung um ein erhebliches Maß ansteigt, es zeigt auch neue Möglichkeiten des Umgangs mit dieser Umgebung. 


Vor allem der Hauptprotagonist Owen ist sehr sympathisch und tut dem Leser zu Beginn fast ein wenig leid. Meist stellt er sich eher tollpatschig als geschickt an. Auch Lilly, der Owen völlig verfallen ist, ist sehr sympathisch und hat eine interessante Einstellung zu vielen Dingen. Sie glaubt beispielsweise nicht an die Standfestigkeit der Kuppel, von welcher Direktor Paul die Edenbewohner immer wieder überzeugen will. Auch das Thema „Projekt Elysium“ kommt immer wieder zutage und erst am Ende wird auch dem Leser klar, was es damit auf sich hat.


Es ist ein sehr komplexes Buch, welches sich erst nach und nach erschließt. Das tut jedoch der Spannung keinen Abbruch, im Gegenteil. Es kommt häufig zu unerwarteten Wendungen und auch Owen und Lilly wechseln des Öfteren ihre Rollen. Der ein oder andere fragt sich jetzt vielleicht, was hat das ganze mit Atlantis zu tun? Auch das ist ein interessanter Punkt, der im Buch angesprochen wird. Denn Autor Kevin Emerson nimmt ganz bewusst Bezug zum Mythos des untergegangenen Atlantis.


Ein spannendes Buch, welches bis zur letzten Seite fesselt. Ich hoffe sehr, dass noch weitere Teile folgen werden, da nun nicht klar ist, was aus den Hauptprotagonisten werden wird.

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