Dienstag, 25. März 2014

Abgründig (Arno Strobel)




     
Löwe Verlag


Der Autor


Arno Strobel veröffentlichte mit „Abgründig“ sein erstes Jugendbuch. Zunächst veröffentlichte er seine Romane im Eigenverlag, doch schon wenig später sicherte sich der deutsche Taschenbuchverlag die Rechte an seinen Debüts. Seit 2010 schreibt Arno Strobel im Fischer Verlag vorrangig Psychothriller für Erwachsene. 


Abgründig


Tim möchte den Sommer im Bergcamp Grainau verbringen. Es stehen viele Klettertouren und Bergabenteuer auf dem Programm. Bereits kurz nach seiner Ankunft lernt er Ralf, Sebastian, Janik, Fabian und Denis kennen. Schnell stellen die Jungs fest, dass das Camp eher was für Babys ist, wie Ralf es ausdrückt. Er schlägt vor eine Tour auf eigene Faust zur Zugspitze zu machen. Doch als Tim und eine kleine Gruppe von Jungen und Mädchen am morgen aufbricht, scheint das Unglück vorprogrammiert. Nicht nur, dass sie keine Ausrüstung eingepackt haben, welche sie dringend benötigen würden, auch das Wetter schlägt rasend schnell um. Zuletzt verlaufen sie sich im dichten Regen und Sturm. Sie landen in einer kleinen Hütte, in welcher sie die Nacht verbringen müssen. Doch diese Nacht wird alles andere als erholsam…


Fazit


Ein interessantes, aufregendes und spannendes Buch, welches in einer wundervollen Berglandschaft spielt. Der Schreib- und Erzählstil ist sehr flüssig, weshalb sich der Roman sehr gut lesen lässt. Aufgrund seiner wenigen Seiten, lies er sich innerhalb eines Tages gut durchschmökern.


Tim, der Hauptprotagonist, ist sehr sympathisch und immer darauf bedacht, zu allen freundlich zu sein und alle mit Respekt zu behandeln. Auf Lena hat er ein besonderes Auge geworfen. Als sich die Gruppe auf den Weg zu Tour macht, ist er es, der sich am meisten Sorgen macht. Und das zurecht, denn was auf dem Berg geschieht, hätte niemand vorher sehen können. Ralf ist der typische Angeber, der schon zich mal auf Berge geklettert ist und das Camp für Kleinkinderbergsteigen hält. Denis ist ein Außenseiter, der eigentlich gar nicht im Camp sein wollte. Schade, dass auf seine Geschichte später nicht noch mehr eingegangen wird. Auch die Mädchen sind spannend, Jenny, Julia und Lena steigen mit auf den Berg. Doch auch sie lernt man eher weniger kennen, bis auf Lena, die sich augenscheinlich auch für Tim zu interessieren scheint. Eine interessante Figur ist Sebastian, der die Schuld nie bei sich sucht und schnell auf 180 ist. Alles in allem eine bunte Mischung, die dann in der Hütte auf der Zugspitze festsitzt und auf das Ende des Sturms wartet.


Die Story an sich ist sehr spannend und sehr gut erzählt. Schade, dass das Ende dann derart abgekürzt ist. Ein weitscheifenderes Ende mit einer Vertiefung der einzelnen Figuren und vielleicht noch weiteren Verdächtigungen, hätte mir persönlich besser gefallen. Und auch, wenn es sich um ein Jugendbuch handelt, hätte die ganze Situation für mich noch gern ein wenig zugespitzter sein können. 


Trotzdem ein sehr gelungenes Jugendbuchdebüt von Arno Strobel und ich hoffe, dass wir aus dieser Sparte noch mehr zu lesen bekommen.

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