Sonntag, 16. Februar 2014

Zone C (Sebastian Caspar)





KLAK Verlag


Der Autor


Sebastian Caspar wurde 1977 in Weißenfels an der Saale geboren und lebt nun in Leipzig. Einige Jahre lebte und arbeitete er sowohl in Australien, Indonesien als auch China. Zone C ist sein Debütroman.


Zone C


„Rasende Kopfschmerzen bestimmen den weiteren Vormittag, deshalb stehe ich gar nicht erst auf, sondern starre an die Decke meines Zimmer.“ Sten ist drauf. Seit er sich erinnern kann, ist er auf C. Zusammen mit seiner depressiven Mutter lebt er allein in einer kleinen Wohnung, über dem Hauspenner und seiner Frau, die sich nur von Alkohol zu ernähren scheinen. Er braucht es immer und zusammen mit seinem Kumpel Monti und seiner Freundin Vivian besorgt er es sich. Doch dann geschieht etwas Unvorhersehbares und Sten fühlt sich nach dem  tragischen Ereignis nur noch allein. Nach einem Anruf seines Freundes Kumar aus dem Urlaub in Tunesien, wo dieser glaubt Asic, Stens Ex-Freundin gesehen zu haben, macht dieser sich auf den Weg dorthin, um sie wieder zu treffen. Doch bald schon muss er feststellen, dass an der ganzen Sache etwas faul ist. Doch nicht nur Kumar, auch sein bester Kumpel Monti scheint ein Geheimnis zu haben…


Fazit


Der Leser steigt mitten im Geschehen ein. Sten auf C, mit all seinen Gefühlen und Empfindungen. Rasend schnell und berauschend. Für ihn ist es Normalität geworden C zu ziehen und nicht nur das, denn er kifft und wirft sich Pillen. Oft kriegt man es als Leser gar nicht so genau mit, wann er C zu sich nimmt, weil er es so oft tut und oft nur nebenbei. Wenn das Gefühl herunter zu kommen durchscheint, greift er wieder zum weisen Pulver.  Zwischenzeitlich versucht seine in sich gekehrte Mutter ab und an zu ihm durchzudringen, doch Sten versucht immer wieder den Situationen zu entfliehen. Zudem ist er sehr traurig über den Verlust seiner Freundin Asic, welche ihn vor geraumer Zeit verlassen hat. Doch sie ist es, die das einzig Richtige getan zu haben scheint. 


Doch auch das C kann die Bitterkeit, Einsamkeit und Enttäuschtheit über das Leben in Sten nicht hinwegfegen. Immer häufiger treibt er sich bis an den Rand, legt sich häufiger Lines, bis die Situation bei Monti schließlich fast eskaliert. Sich wieder gefangen findet sich Sten auf verschiedenen Partys wieder und wird plötzlich mit seiner Sucht und der Wirklichkeit konfrontiert. Das ist der Strudel seines Lebens.


Durch die kurzen Kapitel, die schnellen Umschwünge und den angenehmen Schreibstil, kann man dem Geschehen trotz der hohen Geschwindigkeit gut folgen. Doch der Höhepunkt der Spannung liegt meiner Meinung nach kurz vor dem Schluss des Buches. Hier trifft den Leser die nüchterne und unverschleierte Wirklichkeit des Alltags mit Crystal Meth… 


„Crystal Meth ist Lebenswirklichkeit in vielen Regionen. Direkt Süchtige, Verbandelte, Opfer und Täter. Die Mitte der Gesellschaft schaut weiterhin TV und jagt das goldene Kalb. Sebastian Caspar legt nun den ersten Roman zum Thema vor, der viele aufschreckt. KLAK wagt sich in die Schlacht. Der Krieg da draußen hat längst begonnen!“

Volly Tanner, Journalist, Moderator, Sächsischer Literaturrat

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Kommentare:

  1. Das klingt wirklich spannend.
    Danke für deine schöne Rezension.

    Liebe Grüße
    Vanessa

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    1. Hey Vanessa,
      es freut mich sehr, dass dir die Rezension gefällt. Das Buch war wirklich klasse, ich kann es nur empfehlen :)
      Liebste Grüße,
      Liesa

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  2. Hey :)

    Du wurdest mit dem "Liebster Blog"-Award getagged.
    Weitere Infos und Regeln findest du hier:
    http://www.freakin-minds.de/?p=2415

    Liebe Grüße
    Jess

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    1. Hey Jess :)
      Danke fürs Tagging, ich werde mich gleich mal ransetzen. Du hast übrigens einen tollen Blog !!!
      LG, Liesa

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    2. Du hast es geschafft - ICH WILL ES AUCH LESEN!
      Wie immer total schön geschrieben, habe ich schon erwähnt dass du mir immer so tolle Bücher zeigst!?

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  3. Ein Buch mit Geschwindigkeit. Ab auf die WL damit! Danke für deine Rezension, den ich hab das Buch irgendwie übersehen ;-).
    Eine schöne Lesewoche dir, liebe Grüße, Iris

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