Samstag, 22. Februar 2014

Draußen wartet die Welt (Nancy Grossman)




Cbj Verlag


Die Autorin


Nancy Grossman ist seit einer Begegnung während ihrer High-School-Zeit von den Amish fasziniert. Draußen wartet die Welt ist ihr erstes Jugendbuch, an dem sie jahrelang bis zur Perfektion gefeilt hat. Nancy Grossman lebt heute in einem Vorort von Chicago mit ihrem Mann und zwei Kindern.


Draußen wartet die Welt


Eliza ist anders, denn Eliza ist eine Amisch. Damit lebt sie in einfachsten Verhältnissen mit ihrer Familie ohne Strom, Telefon, Fernsehen, Kino und anderen modernen Dingen. Doch nun ist Eliza 16 und ihr Rumspringa beginnt. Damit kann sie für eine gewisse Zeit tun und lassen was sie will und soll letztlich selbst entscheiden, wie sie sich ihr Leben vorstellt. Sie bekommt einen Sommerjob bei einer „englischen Familie“, wie sie Nicht-Amische nennen und beginnt für ein paar Monate ein neues Leben. Eliza kann die Eindrücke kaum alle in sich auf nehmen, die auf sie einstürmen, als sie diese neue Welt betritt. Für sie scheint es eine Art Traumwelt zu sein, die mit immer neuen Überraschungen aufwartet. Doch nicht immer sind die Erfahrungen, die sie macht positiv…


Fazit


Ein wunderbar faszinierendes Buch, über das Leben von Amisch-Familien und die Umstellung eines jungen Mädchens, als sie versucht über den Tellerrand dieses Lebens hinaus zu blicken. Eliza will etwas erleben, sie will die Traumwelt, von der sie schon so viel gehört hat, endlich einmal mit eigenen Augen sehen. 


Die Protagonistin Eliza ist eine sehr sympathische und intelligente Hauptfigur. Gern folgt man ihr auf ihrem Weg der neuen Eindrücke und Erfahrungen und kann gut nachvollziehen, wieso sie all diese Dinge so faszinieren und verblüffen. Doch es sind nicht nur die Erfahrungen, die sie macht, sondern auch die Menschen, welche sie kennen lernt. Denn auch Rachel und Sam sind herzensgute Menschen, die Eliza mit offenen Armen empfangen und unterstützen. Auch Elizas Familie ist sehr sympathisch, wenn auch einfach anders als die „englischen Familien“. Sie haben ihre eigene Art zu leben und möchten sich damit auch vor niemandem verstecken. Doch natürlich versteht man als Außenstehender die Beweggründe Elizas. Später kann man sich jedoch auch die Position der Mutter hinein versetzen.


Die Autorin schafft es mit ihrem tollen Schreib- und Erzählstil den Leser zunächst in die Amisch- und später in die „Normale“ Welt mitzunehmen und für Erfahrungen und Eindrücke bereit werden zu lassen.

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Kommentare:

  1. Ich muss zugeben, dass mir das Ende nicht so gefallen hat xD

    Liebe Grüße,
    Lisa

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    1. Ja, ich versehe was du meinst. Also ich mag offene Enden eigentlich auch nicht so. Aber bei dem muss ich sagen, dass ich es irgendwie angenehm fand :)
      LG,
      Liesa

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