Dienstag, 31. Dezember 2013

Schöne Ruinen (Jess Walter)




Blessing Verlag


Der Autor


Jess Walter wurde 1965 in Washington geboren und arbeitete vor seiner Karriere als Buchautor als Journalist. Neben preisgekrönten Kriminalromanen schrieb er gemeinsam mit dem Anwalt Christopher Darden ein Sachbuch über das Rechtssystem in den Vereinigten Staaten, für das er den Pulitzer-Preis erhielt. Jess Walter lebt mit seiner Familie in Spokane, Washington. Sein Roman Schöne Ruinen erschien 2013 bei Blessing.


Porta Vergogna 1962


Die Insel ist im Gegensatz zu ihren Nachbarinseln weniger schön und deshalb auch touristisch weniger erschlossen. Pasquale, ein junger Fischer, erbt jedoch von seinem Vater eine Pension in dem verschlafenen Örtchen der Insel. Er beschließt sie nach seinen Vorstellungen umzugestalten und sie zu einem Ferienort zu machen, der Touristen aus aller Welt anlockt. Als eines Tages eine junge amerikanische Schauspielerin auf die Insel kommt und dann auch noch in Pasquales Pension eincheckt, verliebt dieser sich Hals über Kopf in sie. Doch leider reist sie unverrichteter Dinge wieder ab. Jahre später macht sich der alte Pasquale erneut auf die Suche nach ihr und sucht sie in Kalifornien. Zusammen mit einem Hollywood-Produzenten, seiner gelangweilten Assistenten und einem selbstverliebten Drehbuchautor, der zufällig Italienisch kann, sucht Pasquale nach seiner lang verlorenen Liebe...


Fazit


Leider hat mich das Buch durch seine lang gezogenen und verschachtelten Sätze (sie gehen teilweise über eine halbe Seite) und die vielen Zeitsprünge nicht wirklich überzeugt. Die Geschichte an sich fand ich sehr ansprechend und nach dem Klappentext habe ich mich sehr auf das Buch gefreut, leider wurde diese Freude schon nach ein paar Seiten getrübt. Nichts desto trotz mochte ich die Protagonisten, die sich im Laufe des Buches weiter entwickelten. Gerade die Geschichte zwischen Dee und Pasquale fand ich sehr berührend. Die Mutter von Pasquale bringt zudem eine gehörige Portion Würze mit ins Spiel. Von den anderen Protagonisten, wie dem abgebrühten Drehbuchautor und seiner gelangweilten Assistentin, war ich weniger angetan.


Den Schreibstil habe ich bereits beschrieben, anders wiederum der Erzählstil, welcher mit vom Aufbau her sehr gut gefiel, denn man wollte die ganze Zeit wissen, worauf der Autor eigentlich hinaus will. Auch die Geschichte von Dee berührt den Leser sehr. Das Dolce Vita und längst verlorene Träume werden mit Witz und Charme dargestellt. Teilweise führt das zu tollen Erzählmomenten, in denen der Leser wiederum das Gefühl hatten mitten im Geschehen zu sein. Leider zieht dies sich nicht durch die ganze Geschichte.


Alles in allem ein interessantes Buch mit einer verträumten und wundervollen Liebesgeschichte, deren Potenzial der Autor meiner Meinung nach jedoch nicht genutzt hat.

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