Sonntag, 24. November 2013

Lost Places (Johannes Groschupf)




Oetinger Verlag


Der Autor


Johannes Groschupf wurde 1963 in Braunschweig geboren und studierte Germanistik und Publizistik in Berlin. In dieser Stadt hat er wohl die leer stehenden Gebäude „Lost Places“ sehr gut kennen gelernt. Seit 1988 arbeitete er vor allem als freier Journalist. 1994 überlebte er auf einer Dienstreise einen dramatischen Hubschrauberabsturz. Für sein Radio-Feature "Der Absturz" erhielt er 1999 den Robert-Geisendörfer-Preis. Heute lebt Johannes Groschupf mit seinen beiden Kindern in Berlin.


Urban Explorer


Nachdem die fünf Freunde Chris, Moe, Steven, Kaya und Lennart unschön aus einer Disko in Berlin fliegen, erkunden sie ihr erstes leer stehendes Gebäude. Wie Katzen schleichen sie durch die Nacht und kein lost place bleibt vor ihnen unentdeckt. Doch schnell wird klar, dass die leeren Häuser mehr versprühen als den Glanz und den Charme vergangener Zeiten. Denn nach kurzer Zeit machen die fünf Freunde einen grausigen Fund, Lennart plagen seitdem sogar Albträume. Auch die anderen Gebäude bergen Gefahren und der Türsteher Eddie und seine Gang scheinen in irgendwas verwickelt zu sein, denn sie tauchen regelmäßig ebenfalls in leer stehenden Häusern, Fabriken und Ruinen auf. Schnell geraten die Fünf immer tiefer hinein in einen Strudel aus Gefahren.


Fazit


Ein klasse Buch, welches ich regelrecht verschlungen habe. Es fesselt bereits nach den ersten paar Seiten. Nicht nur die Protagonisten sind sehr sympathisch, auch der Schreib- und Erzählstil erhält die Spannung und motiviert so zum Weiterlesen. Rasant geht es durch die leer stehenden Gebäude Berlins und sogar die Lungenheilanstalt Beelitz findet Anklang. Auch das Thema Freundschaft wird aufgegriffen, denn man lernt nicht nur Berlin näher kennen, sondern auch die einzelnen Charaktere. Und sie halten zusammen, komme was wolle.


Natürlich ist es nicht ganz ungefährlich in solchen Häusern herumzusteigen, wie dieses Buch sehr gut zeigt. Deshalb finde ich es besonders toll, diese Gefahren in einem solchen Roman zu verpacken. Besonders beim immer trendiger werdenden Hobby des Geocachings kommen diese Gefahren zum tragen, da an dieser Stelle die verbotenen Häuser „legalisiert“ werden, immer öfters gibt es deshalb auch Probleme mit der Polizei.


Ein tolles Buch, welches sich wirklich zu lesen lohnt, welches nicht nur stillgelegte Fabriken und Krankenhäuser thematisiert, sondern auch deren Vorzüge und Gefahren aufzeigt.

Ranking

 

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