Freitag, 1. November 2013

Drei Frauen im R4 (Christine Weiner)




Marion von Schröder Verlag


Die Autorin


Christine Weiner wurde 1960 geboren und war in ihrem ersten Beruf Erzieherin und Heilpädagogin. Heute arbeitet sie als Supervisorin, Coach und Beraterin und begleitet zahlreiche Menschen, die sich verändern wollen. Sie ist Autorin erfolgreicher Bücher, u.a. "Das Pippilotta-Prinzip" und lebt in Mannheim.


Roadtrip


Nele, Trudi und Renate sind drei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Alle schon etwas betagter und noch lange nicht bereit in die Midlifecrisis überzugehen. Bei einem beschwipsten Festes anlässlich ihres 150. Geburtstages (alle drei zusammen), setzt sich in ihren Köpfen der Plan fest, eine Reise im R4 nach Italien von 1981 zu wiederholen und zwar mit allen Vor- und Nachteilen. Die Reise soll genau so sein wie damals. Kein Komfort, nicht mehr Geld und geschlafen wird im Zelt. Geld, iPods, Kreditkarten und Handys werden abgegeben. Zunächst sind bis auf Trudi alle von der Idee begeister, doch schnell wird klar, es ist kein Vergnügen in einem R4 eingepfercht zu dritt Richtung Italien zu fahren und unterwegs auch noch Leute aufzusammeln. Doch mit Latzhosen, Kassetten von Herman von Veen und 20 Euro in der Reisekasse geht es los. Viele Überraschungen und ein beinahes Platzen der Reise wartet auf die drei Ladys.


Fazit


Der Roman ist aus Sicht von Trudi geschrieben, was ich sehr angenehm finde. Wie immer bei Romanen aus der Ich-Perspektive, fühlt sich der Leser zunächst mehr der Berichterstatterin zugezogen. So ergeht es einem auch mit Trudi, wobei ich finde, dass bei den drei Damen sehr oft viel Wind um nichts gemacht wird. Trudi ist ganz eindeutig Handy- und Internetsüchtig, was sich im Laufe des Buches immer wieder bestätigt. Auch die Reise mit minimalen Kosten und Preisen zu gestalten, finde ich schön, aber teilweise ein wenig zu eng. Dadurch kommt es natürlich zu Streit und Unstimmigkeiten. Sehr gut gefällt mir das Ende.


Nicht so gern mag ich die beiden Töchter von Nele und Renate, welche am Ende des Buches wieder auftauchen. Sie sind mir persönlich zu forsch und spielen eigentlich nur am Rande eine Rolle. Sehr interessant sind auch die Bekanntschaften, welche die Damen unterwegs machen. Am liebsten mag ich Fips, der eine wichtige Rolle auf der Reise spielt. Aber auch Erika möchte ich aus dem Roman nicht wegdenken. Leider bleibt für meinen Geschmack alles ein wenig oberflächlich.


Ein unterhaltsames Spektakel, welches mit Witz, Charme und Humor Nachmittage füllt.

Ranking

 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jeden Kommentar :) ♥