Dienstag, 3. September 2013

Der Tote am Lido (Christian Försch)





Aufbau Verlag
 
Der Autor


Christian Försch wurde 1968 in Bad Kissingen geboren und arbeitet als Journalist und Schriftsteller. Seit 1991 lebt er in Berlin und im oberitalienischen Ferrara, welches er auch in seinem Roman anspricht. Er arbeitet seit 1998 als freier Autor und publiziert im Aufbau Verlag. Försch ist zudem verheiratet und hat zwei Kinder.


Tödlicher Sommer


Als der Journalist Kaspar Lunau mit seiner neuen Familie in Italien Urlaub machen will kommt es leider zu einem unschönen Zwischenfall am Strand, welche den Urlaub zu ruinieren droht. Dort wird die brutal verstümmelte Leiche eines Schwarzen an Land gespült. Schnell ist Lunau mitten im Geschehen und mit der Urlaubsruhe ist es vorbei. Doch als Lunau über den Fall berichten will, gibt es einige Unstimmigkeiten über den angeschwemmten Afrikaner. Irgendwer scheint diese an der italienischen Adria auszubeuten, doch wer könnte das sein? Lunau kann sich keinen Reim darauf machen. Als dann auch noch die Tochter seiner Freundin Silvia verschwindet, ist der Krimi perfekt und Lunau mitten drin…


Fazit


Ein zu Beginn spannender Kriminalroman, der in der Mitte des Buches leider ein wenig an Spannung verliert. Nachdem die kleine Sara entführt wurde, geht die Handlung nicht so richtig weiter. Zudem tauchen ein Haufen Namen auf, die man nicht alle sofort einordnen kann. Försch spricht hier vor allem das etwas „andere“ Italien an, was sonst kein Tourist sieht. Keine schönen Landschaftsbeschreibungen oder das dolce vita, sondern Mord, Korruption und Missbrauch.


Zum Glück ist Journalist Lunau ein wirklich sympathischer Protagonist, der dies auch im gesamten Verlauf des Buches bleibt. Im viel Engagement und zu seinen privaten Ungunsten hängt er sich in den Fall hinein und nimmt sogar den Unmut seiner Freundin Silvia auf sich. Leider empfinde ich Silvia als äußerst unsympathisch und Lunau gegenüber alles andere als fair. Das Verhältnis der beiden bleibt bis zum Schluss ein eher offenes Geheimnis, denn Silvias Mann ist vor noch nicht all zu langer Zeit ermordet worden. Auch hier war Lunau involviert.


Leider wiederholen sich im Roman sehr oft bestimmte Wendungen, Wörter und Phrasen. Dies ist im Lesefluss beizeiten leider recht störend. Auch der Ausdruck ist des Öfteren viel zu hoch gestochen und einige Fremdwörter sind auch im Kontext unverständlich.

Ein interessanter Kriminalroman, der sich jedoch leider eher an den durchschnittlichen Krimis orientiert und nichts Neues aufweist. 

Ranking

 

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