Sonntag, 29. September 2013

Wanderbuchaktion „ICH BLOGG DICH WEG“


eine Aktion zum Thema Cyber-Mobbing


Die Wanderbuch-Aktion ist bereits am 01. Juli 2013 gestartet und wird bis zum 31. Dezember 2013 laufen. Wer noch mitmachen will, kann sich melden unter: admin@schattenwege.net (http://www.schattenwege.net/tagebuch/wanderbuch-aktion-ich-blogg-dich-weg/). 
Die Bücher werden dann nach maximal zwei Wochen Lesezeit in der Reihenfolge weiterverschickt, in der die Adresszusendungen eingingen. Der jeweils aktuelle Leser bekommt dann die Adresse mitgeteilt (natürlich vertraulich), an die das jeweilige Päckchen als nächstes gehen wird. Die Portokosten werden von jedem selbst getragen – seid euch bitte darüber im Klaren, dass evtl. auch Interessenten aus Österreich und der Schweiz teilnehmen.


http://immer-mit-buch.blogspot.de/p/buchgefluster.html

Freitag, 27. September 2013

Die Sphinx von Montana (Pauls Toutonghi)




Rowohlt Verlag


Der Autor


Pauls Toutonghi wurde 1976 als Sohn eines ägyptischen Vaters und einer lettischen Mutter geboren. Heute lebt er in Oregon in Portland. Seine Texte wurden vor allem in der New York Times und der Boston Review veröffentlicht. Bei Rowohlt Berlin erschien sein Debütroman «Die Geschichte von Yuri Balodis und seinem Vater, der eigentlich Country-Star war» (2009).


Die Sphinx von Montana


Khosi wächst zusammen mit seiner Morbus Wilson kranken Mutter in einem verschlafenen Nest namens Butte, in Montana auf, ist aber ägyptisch-amerikanischer Abstammung. Seine Mutter führt noch immer eine Catering-Firma mit ägyptischen Spezialitäten, welche auf Rezepten des Vaters und dessen Familie beruhen. Da seine Mutter eine Lebensmittelunverträglichkeit durch die Krankheit entwickelt hat, muss Khosi alles möglichen Speisen verkosten. Seine ägyptische Herkunft merkt er täglich, denn er sieht nicht nur anders aus, als die meisten Kinder in Montana, er kennt auch seinen ägyptischen Vater nicht. Dieser kommt urplötzlich zu Besuch, ohne dass Khosi etwas davon mitbekommt. So schnell ist er auch schon wieder verschwunden. 


Obwohl seine Mutter es nicht für richtig hält, fährt Khosi nach Ägypten, um seinen Vater zu suchen. Durch zufällige Umstände oder den Geist des Zufalls findet Khosi die Verlobte dessen, der er von sich erzählt. Leider hat sein Vater keinen Bedarf daran, seinen Sohn vorzustellen. Stattdessen soll er der Sohn eines Freundes sein. Khosi willigt ein. 


Fazit


Ein interessantes Buch, welches mit Humor und Charme und schwerwiegenden Krankheiten und Wurzelfindungen erzählt. Mit den Protagonisten wurde ich nicht ganz so warm, jedoch gefiel mir der Schreibstil sehr gut. 


Ereignisse wie das Auftauchen des Ururgroßvaters als Geist wiederum, fand ich nicht besonders passend, da es dem Roman einiges an Ernsthaftigkeit nahm. Auch die Langatmigkeit an einigen Stellen, tun dem Werk leider einen kleinen Abbruch. Dies steigerte sich jedoch im Verlauf des Buches und man begann mehr hinter die Ereignisse zu steigen. Für mich stieg in diesem Zusammenhang auch die Spannung wieder.


Besonders schön finde ich die vielen kleinen Details zu Ägypten, die vom Autor in den Stoff des Buches eingewebt werden. So hat der Leser immer ein klares Bild vor Augen, wo er sich gerade befindet und kann auch Khosi und dessen Gefühle besser verstehen.


Ein Buch über eine amerikanisch-orientalische Familiengeschichte mit viel Charme, Humor, Emotion und Gefühl. Ein Sohn auf der Suche nach seinem Vater und seinen Wurzeln. 

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Donnerstag, 26. September 2013

Task Force Animal: Delfine in Gefahr (Jean-Marie Defossez)




Kerle Verlag


Der Autor


Jean-Marie Defossez wurde 1971 in Belgien geboren und lebt in Frankreich. Der ehemalige Zoologe setzt sich vor allem für den Umweltschutz ein und beschäftigt sich auch in seinen Büchern mit dieser Thematik. Dahingehend versucht er junge Leser für dieses Thema zu sensibilisieren. 


Delfine in Gefahr


Massenweise Delfine werfen sich vor der australischen Küste an Land und sterben qualvoll. Für Professor Iku ein klarer Fall für sein Team, er schickt seine beiden Agenten Noah und Lisa, das Task Force Animal Team los. Mithilfe seiner genialen Erfindungen, wie dem Task-Force-Overal, stellen sich die beiden dem Fall. Mithilfe dieses Overalls können die beiden Kinder sich nicht nur in Tiere verwandeln, sondern bekommen eine Art zweiter Haut und alle Fähigkeiten, die das jeweilige Tier auch beherrscht. 


Fazit


Durch die schöne Aufmachung mit Illustrationen und großer Schrift ein schönes Buch für Kinder ab 8 Jahren würde ich sagen. Ich persönlich hatte die 121 Seiten innerhalb einer Stunde durch, aber ich könnte es mir auch gut als Einschlafgeschichte für eine Woche oder 2 vorstellen. Die Geschichte ist zwar einfach geschrieben, hat durch die Umweltprobleme, die beschrieben werden, jedoch trotzdem einen ernsten Hintergrund, was ich persönlich bei Kinderbüchern sehr mag.


Ein schönes sciencefiction Kinderbuch, welches sich sicher nicht nur für Jungen eignet, sondern auch interessant für abenteuerlustige Mädchen sein könnte. Da es sich bei den Hauptprotagonisten sowohl um den Jungen Noah wie auch um das Mädchen Lisa handelt. Natürlich entspricht die Vorstellung des Autors eher von der Realität abweicht, denn Noah begibt sich mit Lisa auf gefährliche Mission und seine Eltern haben nichts dagegen, dass er dem Task Force Animal-Team angehört.


Trotzdem ein interessantes Buch, welches Umweltprobleme und Tierschutz anspricht.

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Mittwoch, 25. September 2013

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert (Joel Dicker)




Piper Verlag
 
Der Autor


Joël Dicker wurde 1985 in Genf geboren. Er studierte Jura und hat bislang zwei Romane geschrieben, »Les Derniers Jours de nos Pères« und »La Vérité sur l'Affaire Harry Quebert«. Für Letzteren bekam er in den Grand Prix du Roman der Académie Française zugesprochen sowie den Prix Goncourt des Lycéens. Das bei einem winzigen Verlag erschienene Buch wurde in Frankreich zu der literarischen Sensation des Jahres 2012, die Übersetzungsrechte wurden mittlerweile in über 30 Sprachen verkauft.



Der Ursprung des Übels


Der erfolgreiche Autor Marcus Goldmann leidet an einer Schreibblockade. Nichts will ihm mehr gelingen, keine einzige Zeile lässt sich gebrauchen. In seiner Verzweiflung nimmt er Kontakt zu seinem alten Dozenten aus der Universität auf, der ihm das Schreiben gelehrt hat: Harry Quebert. Zu ihm reist er nach Aurora, um die Seele baumeln zu lassen.

Doch schon bald erschüttert ein riesiger Skandal das ruhige Städtchen: die seit 30 Jahren vermisste Nola, welche eines Abends spurlos verschwand, taucht plötzlich wieder auf und zwar im Vorgarten des preisgekrönten Schriftstellers Harry Quebert. Dieser beteuert seine Unschuld, doch die beiden hatten in besagtem Sommer vor dreißig Jahren die Liebesgeschichte ihres Lebens. Die 15jährige Nola und der 34jährige Harry Quebert. Wollte ihnen jemand einen Strich durch die Rechnung machen? Oder war es doch eine Eifersuchtsaktion? Alles deutet gegen Quebert, doch Goldmann will dem einfach nicht glauben und begibt sich auf eigene Faust auf die Suche nach Spuren. Bei seinen Ermittlungen gerät der Schriftsteller jedoch selbst in Gefahr, denn niemand sollte die düsteren Geheimnisse von Aurora je ans Licht bringen…



Fazit


Dieses preisgekrönte Werk liest sich wie ein Krimi und zugleich wie ein spannender Thriller. In Frankreich stand er über viele Monate hinweg auf Platz 1 der Bestsellerliste. Und zu Recht, immer wieder wird der Leser von Neuem überrascht. In jedem Kapitel warten neue Überraschungen und Wendungen. 


Die Hauptfigur Marcus Goldmann ist ein sympathischer junger Schriftsteller, der nach einem Erfolgsroman nun an einer Schreibblockade leidet. Diese versucht er bei Quebert in Aurora zu überwinden. Die Anklage von Harry kommt ihm fast ein wenig gelegen und er beschließt die Wahrheit über den Fall Harry Quebert herauszufinden und darüber ein Buch zu verfassen. Dies wird ihn einige Arbeit kosten und viele Ungereimtheiten ans Tageslicht bringen. Denn nichts ist so, wie es zu sein scheint.


Anfangs war ich sowohl von der hohen Seitenzahl als auch von den vielen Namen, die im Buch immer wieder auftauchen, etwas verunsichert. Doch die Protagonisten sind wichtig und locken den Leser auch immer wieder auf falsche Fährten und wilde Spekulationen. Sehr interessant ist, dass der Schreibprozess eines Buches dargestellt wird, vor jedem Kapitel gibt es ein Kurzkapitel von einer Seite, auf welchem Harry Quebert Marcus Anweisungen zum richtigen Schreiben eines Buches gibt.


Der Fall verlang Goldmann und allen anderen alles ab, was im Buch hervorragend dargestellt wird. Immer wieder führen die Spuren in Sackgassen. Der Schreibstil des Autors schafft es, den Leser auch nach 600 Seiten noch bei Laune und am Lesen zu halten.


Ein unglaubliches Leseabenteuer, was man unbedingt gelesen haben muss.

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Dienstag, 24. September 2013

Amore Macchiato (Kathrin Corda)





Piper Verlag
 
Die Autorin


Kathrin Corda wurde in Hamburg geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften in Lüneburg und arbeitet heute als freie Projektmanagerin in Werbeagenturen. Sie lebt mit ihrem Ehemann aus Sardinien und ihren zwei kleinen Söhnen in der Nähe Hamburgs. Wann immer es geht, zieht es sie mit Kind und Kegel nach Italien. Nach »Cappuccino fatale« ist »Amore macchiato« ihr zweiter Roman.


Ärger auf Sardinien


Als PR-Managerin Annika Herrmann auf Sardinien in Italien ankommt, geht zunächst alles drunter und drüber. Nichts ist für die bevorstehende Veranstaltung in zwei Wochen, für deren Planung Annika angereist ist, vorbereitet. Weder das Gelände wurde geblockt, noch sind Zelte und alles weitere aufgebaut. Nun muss sie einen Prozess in Gang setzen, der für die Italiener mehr als untypisch ist, denn schnell und reibungslos soll es gehen. Nun beginnt für sie ein Wettlauf gegen die Zeit, denn aus dem brachliegenden Naturschutzgebiet muss innerhalb zwei Wochen ein Veranstaltungsschauplatz gemacht werden.


Doch dann taucht plötzlich Riccardo, der braun gebrannte und immer höfliche Sarde auf, der sie mit Witz und Charme um den Finger zu wickeln versucht. Annika lässt sich den Kopf verdrehen. Doch dann tauchen auch noch Marcus und Bräunlich in Sardinien auf und das Chaos ist perfekt. Annika ist nicht sicher, ob das Dakar-Launch stattfinden kann und nicht alles scheint zu sein, wie es scheint.


Fazit


Der Einstieg in den Unterhaltungsroman war flüssig, humorvoll und der Leser steht sofort mitten im Geschehen. Sofort ist er von Annikas Trubel involviert und versteht die verzwickte Lage der PR-Managerin, dies ist nicht zuletzt dem wunderbaren Schreibstil der Autorin zu verdanken. Gleich zu Beginn fällt jedoch die ungeheure Vielfalt an Fremdwörtern, die mit Lifestyle und Glamour zu tun haben, auf, was mir persönlich ein wenig auf die Nerven ging. Dies kann jedoch an der Protagonistin Annika, welche PR-Managerin ist und viel Wert auf Aussehen und Vermögen, welches sie eigentlich nicht hat, legt, liegen. Von Anfang an versucht sie Status zu demonstrieren, was mit Champagner und Muscheln auch gelingt. Ihre Unfreundlichkeit gegenüber ihrem Fahrer Enzo, fand ich nicht gerechtfertigt und er tat mir gleich ein wenig Leid. Annika ändert jedoch im Laufe des Buches sowohl ihre Einstellung als auch Mentalität und passt sich an die Ruhe und ab und zu aufkeimende Gleichgültigkeit der Italiener an.


Besonders gut gefallen hat mir die Landschaftsbeschreibung des Romans, immer wieder wird die tolle Natur und die vielen kleinen und verwinkelten Städtchen Sardiniens aufgegriffen und beschrieben. 


Ein witziges und spannendes Buch, welches durch seinen hohen Unterhaltungswert überzeugt.

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