Freitag, 19. Juli 2013

Die schwarze Finca (Eduard Freundlinger)



 

Eduard Freundlinger wurde 1970 in Salzburg geboren. Nach Abschluss seiner Schulausbildung absolvierte er eine einjährige Studienreise nach Südamerika und arbeitete danach als Assistent im Management eines Salzburger Unternehmens, kündigte jedoch wenig später den vielversprechenden Job, kaufte sich ein Boot und beschloss gemeinsam mit einem Freund, die Welt zu umsegeln.  




Die schwarze Finca


Nachdem Joanas Schwester gestorben ist, hat sie nichts mehr nach Spanien gezogen. Zu schwer lasten die Erinnerungen auf ihr. Als dann ihre Freundin Maite anruft, um ihr mitzuteilen, dass sie demnächst ihren kurzweiligen Freund Rafael heiraten wird, ändert sich dies. Doch dann ereilt sie eine furchtbare und zugleich hoffnungsvolle Nachricht. Joana ist verwirrt, treibt jemand ein falsches Spiel mit ihr? Sollte dem so sein, wäre es ziemlich geschmacklos. Hals über Kopf reist sie zusammen mit ihrem Mann Kilian und ihrem Sohn Xaver nach Andalusien…


Rubén und Lucia haben einen neuen Fall: der Geschäftsführer einer in Gibraltar ansässigen Firma, erlitt einen tragischen Unfall. Nun ermitteln beide, wie es dazu kommen konnte. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf Widersprüche und weitere Mitglieder eines Kartells. Nun stehen die anderen Mitglieder der Geschäfte unter Druck, denn irgendjemand weiß von ihnen… Nun scheinen sich auch einige Zusammenhänge, beispielsweise zur Flüchtlingsfamilie von Samuel zu ergeben. Leider ist der ehrwürdige Salvador wohl nicht der, für den man ihn hält… Und wer ist eigentlich „Der von Gott Erhörte“?


Fazit


Jede Menge Leute und ein Haufen Tote, war das Erste, was ich dachte, als ich die ersten 80 Seiten des Romans hinter mir hatte. Bis dahin hatte der Roman auch noch nichts ansatzweise mit der Inhaltsangabe auf der Rückseite des Buches zu tun. Bis auf, dass Joana als Freundin von Maite auftaucht. Doch das sollte sich auf den folgenden Seiten schnell ändern. Ein Roman, der in einem Wahnsinnstempo voranprescht und auf spannende und verzweigte Art und Weise die Geschichte einer Familientragödie aufdeckt. 

Sehr gelungen finde ich den Einstieg, der mit einer Rückblende zu einem Flüchtling mit Namen Samuel und seinen Kindern auf der Flucht beginnt. Es folgt ein Sprung nach Andalusien. Allerdings haben mich die folgenden beiden Handlungsstränge von Maria und Maite zu Beginn ein wenig verwirrt, zumal sie sich in einem Kapitel abwechseln. Als dann auch noch der dritte Handlungsstrang mit dem plötzlichen Unfalls Aurelios und den damit verbundenen Ermittlungen von Rubén und Lucia, hinzukommt, schien es mich gänzlich zu verwirren. Als wäre das der Namen nicht genug, taucht natürlich auch noch der krumme Geschäftemacher Salvador Molina auf. Ich musste mir extra aufschreiben, wer mit wem und wie zusammenhängt, um vor lauter Leuten die Story nicht zu verpassen. Aber sei´s drum. 


Das Buch legt ein rasantes Tempo an Geschehnissen und Morden vor. An einigen Stellen kommt es zu einer plötzlichen Wendung, was die Spannung zusätzlich erhöht. Ich habe das Buch an einem einzigen Tag verschlungen, da ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ein wirklich gelungener Kriminalroman.

Ranking

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jeden Kommentar :) ♥