Mittwoch, 17. Juli 2013

Brüllbeton (Dieter Bührig)

Gmeiner Verlag




Dieter Bührig wuchs in Hannover auf, wo er auch sein Abitur absolvierte. Danach studierte er an der TU Berlin Elektrotechnik. Parallel studierte er an der Hochschule für Musik in Berlin Tonmeisterei. In diesem Beruf (Diplom-Tonmeister) arbeitete er mehrere Jahre in Musikstudios der Schallplattenindustrie u als Musikproduzent. Später machte er einen Abschluss im Lehramtsstudium für Musik und Physik, die er mehrere Jahre unterrichtete.


In Büchern, Unterrichtshandreichungen und Fachzeitschriften veröffentlichte er eine Reihe von Beiträgen zu Fragen der Musikpädagogik, sowie Berichte zur Unterrichtspraxis. Des weiteren stammen aus seiner Feder zahlreiche Veröffentlichungen von Chor- und Bandarrangements. 




Musik kann töten


Kriminalkommissar Kroll hat einen neuen Fall. Unter einer Autobahndecke wurde eine Tote gefunden. In ihr einige verschweißte Päckchen mit Doping. Wer war sie? Kroll tippt auf Drogenkurier, AICAR, das Doping sorgt für eine erhöhte Glukoseaufnahme in der Zelle. Bei seinen Nachforschungen fallen dem Kommissar einige Ungereimtheiten ins Auge. Vor allem der Chef der Baufirma „Beton-Müller“ scheint ständig nervös und versucht die Situation durch Vertraulichkeiten zu lösen. Kroll und sein Kollege Hopfinger durschauen ihn sofort. Die Geliebte des Sohnes von Herrn Müller und gleichzeitig Sekretärin desselben, wird schnell mit in die Ermittlungen aufgenommen, da sie eine Verbindung zu der Toten zu haben scheint. Leider steht schnell fest, dass Mirijas Schwester nicht die einzige Tote bleiben wird… und in Kroll wächst ein abscheulicher Verdacht. Sein Kollege Hopfinger hält sich indessen auf Mallorca zum Radsporturlaub auf. Wie wegweisend für den Fortgang des Kriminalromans… Doping ist im Radsport sehr verbreitet gewesen. Aber was hat das Ganze mit dem Fall „Brüllbeton“ zu tun und wer sind die Drahtzieher dahinter? Die Drogenachse Ost-West, scheint in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle zu spielen…


Fazit


Schon zu Beginn fallen mir die vielen Namen ins Auge, die mich ein wenig verwirren. Nichts desto trotz entpuppt sich der Kommissar als sympathischer Mann, der keinesfalls auf Streit aus ist. Flüssig und spannend steigt der Leser ins Geschehen des Brüllbetonfalls ein. Der Name „Brüllbeton“, der mir zu Anfang ein wenig Kopfzerbrechen bereitet hat, erschließt sich relativ schnell und den Ausdruck finde ich sehr gelungen. Das Cover nimmt die Elemente des Inhalts wieder auf und ich muss zugeben, dass es durch Schlichtheit und Rationalität besticht. Einladend finde ich auch die immer wiederkehrenden Musikzugriffe wie Led Zeppelin und Abba.

Der Monolog zu Beginn der Geschichte zieht den Leser direkt in das grausige Geschehen. Schnell ist man mitten drin in den abenteuerlichen und spannenden Ermittlungen von Kriminalkommissar Kroll und seinem Kollegen Hopfinger, welche zudem tatkräftige Unterstützung erhalten.


Ein gelungener Kriminalroman, den es sich zu lesen lohnt. Der angenehm spannende und flüssige Schreibstil verschafft dem Leser nicht nur einen guten Einstieg, sondern führt auch wunderbar durchs gesamte Geschehen. Schade, dass ich dann doch so schnell fertig war, aber vielleicht gibt es ja bald noch mehr von dem Autor.

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