Sonntag, 30. Juni 2013

Anna und die flüsternden Stimmen (Sabine Städing)



 
Die Autorin


Sabine Städing wurde 1965 im Norden Deutschlands geboren. Ihren Durchbruch als Autorin feierte sie mit Magnolia Steel – Hexendämmerung, was 2011 im Boje Verlag erschien. Darin werden die Abenteuer einer jungen Hexe erzählt. Anna und die flüsternden Stimmen ist jedoch das erste Jugendbuch der Autorin, in welchem Geister, Flüche und eine ganz besondere Liebe eine Rolle spielen. Im Moment schreibt sie schon an ihrem nächsten Buch, auf welches ich schon sehr gespannt bin.


Nomen est omen


Anna hat die Nase voll, statt Urlaub in St. Tropez oder Miami zu machen, muss sie nun mit ihren Eltern nach Qual!! Nie gehört? Sie auch nicht. Sie fuhr nur mit, um ihren Segelschein machen zu können. Dort angekommen, ist Qual alles andere als normal und schon gar nicht langweilig. Immer unheimlichere Dinge geschehen, welche anscheinend nur Anna sehen kann. Eines Nachts meint sie eine weiße Frau vor ihrem Ferienhaus direkt am Strand stehen zu sehen, nach einem schweren Gewitter stehen auf einmal die Buchstaben SOS und save our soules auf ihrer Staffelei. Anna weiß nicht weiter. Auch der gutaussehende Tjark verdreht ihr gehöhrig den Kopf. Als sie ihm von dem Spuk erzählt, scheint er jedoch eher geschockt als belustigt. Anna hört zufällig ein Gespräch im Bäcker mit an, in welchem es scheinbar um sie geht, es ist alles andere als beruhigend. 


Als Annas Segelkurs beginnt, lenkt sie dieser zunächst ab. Als sie dann noch ihren Segellehrer kennen lernt, fällt sie aus allen Wolken. Doch dieses Gefühl währt nur kurz. Schnell geht der unheimliche Spuk weiter und Anna und Tjark werden immer tiefer hineingezogen. Als dann auch noch die verstorbene Henrike auftaucht und die beiden zu einer geheimnisvollen Seance ins Moor eingeladen werden, steht für Anna fest, dass es in Qual Spukt. Und wie es aussieht ist der Name Programm, denn Anna und Tjark begeben sich in tödliche Gefahr. 


Fazit

Der Roman ist in der ersten Person aus Sicht von Anna, der Hauptprotagonistin, geschrieben. Durch fiktive Zwischen fragen „Ihr wisst Bescheid?“ spricht sie den Leser direkt an. Man fühlt sich mitten im Geschehen verankert.


Ein von der ersten Seite an fesselndes Buch, was man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Städing schreibt in einem unglaublich spannenden und flüssigen Schreibstil, der es unmöglich macht, das Interesse zu verlieren. Zu schön ist auch die Kulisse eines Ferienhauses unmittelbar am Strand der Ostsee. Die Beschreibung der malerischen Landschaft und des Meeres, laden zum Träumen ein. Unheilvolle Wolken ziehen bereits bei der Ankunft der Familie im Ferienhaus auf, als das unheimliche und leer stehende Nebengebäude beschrieben wird. An einigen Stellen wird der Roman mehr als unrealistisch, was bei einem Fantasyroman jedoch nicht abschreckt. Leider fand ich gerade das Ende im Tunnel weniger gut gelungen, da es mich klischeehaft an Mythen über die Hölle mit geflügelten Affen etc. erinnerte. 
Das Buch an sich war jedoch so gut geschrieben, dass ich es innerhalb eines Abends verschlungen habe, da ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Jeder, der dieses Buch liest, sollte darauf gefasst sein.

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